"Wir wollten das seit 20 Jahren einführen - das ist keine Übertreibung", war Milwaukee-Cheftrainer Doc Rivers nach den ersten Spieleinheiten mit den NBA-Offiziellen sichtlich angetan. "In jedem Kommittee, indem ich je war, habe ich immer gefragt, warum wir das nicht machen können. Sie sollten bei jedem Training dabei sein."
Durch ein neues Antetokounmpo verpasste Trainingsstart wegen CoronaProgramm der NBA wurde dieser Wunsch Rivers nun auch erfüllt - zumindest in der Vorbereitung auf die neue Saison. Demnach dürfen die NBA-Teams die Schiedsrichter für bis zu zwei Tage in ihre Trainingslager einladen und sie bei ihren Spieleinheiten die Leitung übernehmen lassen.
"Ich glaube, das war genial", erklärte Portland-Coach Chauncey Billups gegenüber Journalisten. Trainer-Kollege Brian Keefe von den Washington Wizards fügte hinzu: "Wir hatten ein paar Diskussionen über das Regelwerk, das war unfassbar. Es ist aber auch die Professionalität, die sie an den Tag legen. So musste ich nicht Schiedsrichter spielen, was manchmal scheußlich sein kann."
Die NBA erhoffe sich durch die Maßnahme aber nicht nur mehr Verständnis für die sportlichen Entscheidungen. Darüber hinaus sollen sich Schiedsrichter, Spieler und Trainer auch persönlich kennenlernen, um mehr gegenseitigen Respekt walten zu lassen. "Es ermöglicht, Beziehungen in einer weniger angespannten Situation zueinander aufzubauen", erklärte der Chef der Schiedsrichter-Entwicklung der NBA, Monty McCutchen.
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