Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.
"Wir reden darüber auch immer. Also ich glaube, wenn du eine goldene Ära hast, wie die Leute uns genannt haben, dann sollte man es so lange machen, bis man nicht mehr laufen kann", erklärte der DBB-Kapitän am Flughafen in Riga gegenüber basketball-world.news.
Dabei übt Schröder auch einen gewissen Druck auf seine Teamkollegen aus. "Das habe ich den Jungs auch so gesagt. Ich würde mit denen gerne so lange zocken, wie ich auch spielen würde, aber die wissen das auch und da kommt schon ein bisschen Druck von mir", führte er aus.
Mit seinen frischgebackenen 32 Jahren ist Schröder einer der ältesten Spieler im Kader, nur Daniel Theis (33), Joe Voigtmann (in zwei Wochen 33) und Maodo Lo (wird am 31. Dezember 33) sind älter. Auch Johannes Thiemann ist schon 31 Jahre alt.
Voigtmann und Lo deuten Umbruch an
Im Gegensatz zu Schröder ist sich Voigtmann nicht so sicher, dass der DBB beim nächsten Turnier in zwei Jahren noch mit demselben Personal auflaufen wird. "Wer dann nun am Ende da ist, wer nicht mehr dabei ist, das wird sich zeigen", sagte er im Gespräch mit basketball-world.news. Für sich selbst hat er dabei noch keine Entscheidung getroffen. "Noch nicht jetzt, aber es wird bestimmt, gerade weil das Turnier in zwei Jahren ist, einige geben, die da überlegen", führte er aus.
Auch Lo schloss einen Umbruch nicht aus, sieht aber rosige Zeiten für den deutschen Basketball bevor. "Ich mache mir aber keine Sorgen über den deutschen Basketball, weil es kommt mehr. Eine Kultur wurde gebaut, Talent, Talent kommt, Talent rückt nach, was auch immer passiert, egal wer. Ich denke, es stehen weiterhin gute Zeiten für den deutschen Basketball bevor“, sagte er zu basketball-world.news.
Das kommende große Turnier ist die WM 2027 in Katar.
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