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"Definitiv hässlich": Bayern atmet nach EuroLeague-Sieg auf

kicker

Die 28-Punkte-Niederlage am Donnerstag der vergangenen Woche nagte an Trainer Gordon Herbert. "Peinlich" sei der Auftritt gewesen. Nicht das offensiv noch mangelhafte Zusammenspiel war damit gemeint, sondern Willen und Einsatz der Spieler.

Geradezu gegenteilig äußerte sich der Kanadier am Dienstagabend nach dem gewonnen EuroLeague-Spiel gegen Mailand. "Herausragenden Einsatz" attestierte er seinen Mannen im Nachgang, womit freilich die gute Defensivarbeit gemeint war. Gerade einmal 53 Punkte hatten die Münchner dem Gegner gewährt und damit nur fast halb so viele, wie noch den Litauern vier Tage zuvor (98).

Dass man letztlich aber nicht von einem souveränen Erfolg sprechen kann, hat seine Gründe auf der gegenüberliegenden Seite. Bayern erzielte selbst nur 64 Zähler, davon gerade einmal 28 in der ersten Hälfte. "Das Spiel war langsam. Wir und Mailand haben offene Dreier liegen gelassen. Es ist nicht die ganz große Basketball-Kunst gewesen", resümierte Niels Giffey bei MagentaSport.

Darum kam da Silva erneut nicht zum Einsatz

Mitspieler Isiah Mike pflichtete ihm bei, nannte den Sieg "definitiv hässlich". Dennoch: "Wir haben uns defensiv stark verbessert. Wir haben sonst immer bis zu 90 Punkte abgegeben, unter 60 war daher eine deutliche Verbesserung für uns." Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Italiener vermissten unter anderem mit Josh Nebo und Vlatko Cancar zwei Leistungsträger. Die Defensive war zwar deutlich aggressiver als in vergangenen Spielen, doch stellte sich Mailand im Halbfeld zumeist auch nicht besonders clever an.

Für Coach Herbert ein weiterer Grund: die große Münchner Rotation - eine fast schon ironisch anmutende Schlussfolgerung, war Herbert in den vergangenen Jahren ja gerade für seine wenigen Wechsel bekannt. "Bis zu einem gewissen Grad haben wir sie ein wenig zermürbt", so der Basketballlehrer. "Einige Jungs, die von der Bank kamen, waren wirklich enorm wichtig für uns", wobei er Leon Kratzer herausstellte.

Insgesamt waren es elf Rote, die an diesem Dienstagabend zum Einsatz kamen - nicht Teil dieser Liste: Nationalspieler Oscar da Silva. "Wir haben eine sehr tiefe Mannschaft", erklärte Herbert diese Entscheidung. "Ich könnte jeden der zwölf Spieler reinwerfen und spielen lassen. Aber, wenn ich versuche zwölf Spieler glücklich zu machen, dann kann ich niemanden glücklich machen." Einfacher ausgedrückt: am starken Isiah Mike ist für den Deutsch-Brasilianer aktuell kein Vorbeikommen.

Herbert über Fenerbahce-Niederlage: "Nicht gut für uns"

Das gilt höchstwahrscheinlich auch für den nächsten Härtetest. Bereits am Donnerstagabend (19.45 Uhr) gastieren die Bayern hier bei Titelverteidiger Fenerbahce Istanbul. Mit drei Niederlagen aus den ersten vier Spielen sind diese überaus unglücklich in die neue Saison gestartet. Gegen EuroLeague-Neuling Dubai Basketball gab es am Dienstagabend sogar eine richtige Packung.

"Das ist nicht gut für uns", sagte Herbert schmunzelnd. "Manchmal braucht es für Teams eben vier bis sechs Wochen, um auf die Beine zu kommen. Sie sind immer noch amtierender Champion und ein exzellentes Team. Ich hätte mir gewünscht, dass sie heute gewonnen hätten."

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