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"Die Seele eines Gladiators": Real schwärmt von Krämer

kicker

Es darf weiterhin nicht als Selbstverständlichkeit angesehen werden, dass David Krämer plötzlich für Real Madrid aufläuft. Jener Krämer, der sich recht erfolglos über die G-League für die NBA empfehlen wollte, jener Krämer, der bei den Bayern in der EuroLeague nur die Rolle des Bankwärmers innehatte.

Diese Zeiten sind vorbei. Über Braunschweig, Granada und Teneriffa hat sich der Weltmeister von 2023 nach oben gespielt und wurde im Sommer mit einem Vertrag beim spanischen Powerhouse belohnt. Hätte sich Krämer in der Vorbereitung auf die EM nicht verletzt, hätte er auch für das DBB-Team eine gute Rolle gespielt. Die Zeiten, in denen er nur in den Qualifikationsfenstern glänzen durfte, sind vorbei. Und wie sich in den ersten Wochen andeutet, wird Krämer auch bei Real nicht nur Mitläufer sein.

Im Gegenteil: Die italienische Coaching-Legende Sergio Scariolo setzt auf Krämer als Starter, quasi als die madrilenische Antwort auf Andi Obst. Bei aller Qualität im Kader mit Ausnahmekönnern wie Facundo Campazzo, Mario Hezonja, Theo Maledon oder Center-Hüne Edy Tavares bringt Krämer Qualitäten mit, die es sonst so im Kader nicht gibt.

Krämer als fehlendes Element bei Real Madrid?

Der 28-Jährige ist nicht nur ein gewissenloser Schütze, sondern eben auch einer, der Chaos stiftet. Er rennt um zahlreiche Blöcke, hat einen der schnellsten Würfe Europas und hat über die Jahre auch gelernt, wie er für sich selbst kreieren kann. Kurzum: Krämers Bewegungen verschaffen den Stars Räume, da sowohl in Spanien als auch in der EuroLeague weiß, dass man Krämer nicht frei stehen lassen darf.

Zwar kommt Krämer derzeit nur auf sechs Punkte in allen Wettbewerben im Schnitt und trifft "nur" 35 Prozent seiner Dreier, doch gerade in der EuroLeague zeigte sich schon, dass sich der gebürtige Slowake vor allem in der Verteidigung gesteigert hat. Gegen Olympiakos Piräus, die Real im Vorjahr noch aus den Playoffs kegelten (1-3), erzielte der deutsche Nationalspieler zwar nur drei Punkte, dafür wurde er von spanischen Medien als "Schatten" von Ex-NBA-Spieler Evan Fournier gefeiert.

"Er hat die Seele eines Gladiators", adelte Scariolo seinen neuen Spieler, den er in seiner Funktion als spanischer Nationaltrainer (und designierter Real-Coach) aufgrund der kleineren Verletzung nicht für das DBB-Team abstellen wollte. "Er bringt viel Energie und hat die Fähigkeit, das Spiel zu lesen und am richtigen Ort zu sein."

Krämer: Mit ihm ist Real Madrid besser

Scariolos Aussagen mögen überraschen, weil Krämers Defense eigentlich immer als problematisch angesehen wurde, in Spanien hat er hier aber massive Fortschritte gemacht. Noch ist die Stichprobe gering, aber es ist kein Zufall, dass statistisch gesehen seinen besten Basketball spielt, wenn Krämer auf dem Feld steht (Net-Rating: +28,6).

Spieler wie er waren es, die Madrid im Vorjahr fehlten, als man nur über das Play-In die Postseason erreichte und zum erst zweiten Mal in acht Jahren nicht am Final Four teilnahm.

Geht es nach Scariolo, soll sich das in dieser Saison wieder ändern, auch wenn der Italiener kein klares Ziel ausgegeben hat. Doch bei Real werden Spielzeiten an Trophäen gemessen und auch Krämer soll seinen Teil dazu beitragen, dass Madrid auch in der EuroLeague wieder ganz oben angreifen kann.

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