Seit über zwei Jahren werkelt ein Konglomerat an Tech-Investoren und Sportlern unter dem Namen "Projekt B" an einer neuen Basketballliga, die der NBA-Konkurrenz machen soll. Zu den Teilhabern gehören neben Skype-Mitgründer Geoff Prentice und dem ehemaligen Facebook-Vorstand Grady Burnett unter anderem auch Tennisstar Novak Djokovic, die WNBA-Spielerin Candace Parker sowie der ehemalige NFL-Quarterback Steve Young.
Der gut vernetzte Unternehmer Maverick Carter, der bereits seit vielen Jahren an der Seite von LeBron James steht, beriet das Projekt bis zuletzt, stieg jetzt aber aus. Gründe dafür sind keine bekannt.
Auch ohne Carter gehen die Vorbereitungen für die Liga, die im Herbst 2026 an den Start gehen soll, weiter. Anstelle einer Männer-Liga wolle man sich aber zunächst auf einen Konkurrenz-Wettbewerb zur WNBA konzentrieren. Mitgründer Burnett erklärte gegenüber The Athletic, dass die Liga sechs Mannschaften mit je elf Spielerinnen umfassen soll. Die Saisonphase werde in zweiwöchigen Turnieren rund um den Globus ausgetragen.
Laut Burnett habe man sogar bereits WNBA-Spielerinnen unter Vertrag genommen, Verhandlungen mit Stars der Liga fänden derzeit statt. Für die WNBA kommen die Entwicklungen zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Nach wie vor ist keine Einigung in Bezug auf den Tarifvertrag in Sicht. Aufgrund des enormen Wachstums der vergangenen Jahre wollen die Spielerinnen höhere Gehälter erstreiten, stoßen bei der Ligaführung bislang aber auf taube Ohren.
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