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Drei Gründe, wieso die Thunder den Saisonrekord der Warriors brechen werden

kicker

1. Oklahomas Stars haben bisher nur Teilzeit gearbeitet

Im hart umkämpften Westen kommt es für viele Teams auf jeden Sieg an. Die Stars schonen? Für die meisten Mannschaften kann das überhaupt nicht infrage kommen, will man die Chancen auf eine direkte Playoff-Qualifikation wahren.

Anders sieht das in Oklahoma City aus. Der Titelverteidiger kann es sich nicht nur erlauben, seine Besten auf die Bank zu setzen. Die Franchise tut das sogar sehr regelmäßig. Der Grund: Die Mannschaft ist einfach so verdammt gut. Mit unfassbaren 19,4 Punkten outscort OKC seine Gegner bislang durchschnittlich. Dabei ist der Vorsprung meist schon so früh so hoch, dass Spieler wie MVP Shai Gilgeous-Alexander vorzeitig in den Feierabend entlassen werden.

In seinen 24 bisherigen Einsätzen dieser Saison - auch das ist schwer fassbar - stand SGA lediglich elfmal im Schlussviertel auf dem Parkett. Und das ist kein Einzelfall: Chet Holmgren und Lu Dort blieben fünfmal auf der Bank sitzen, Alex Caruso sechsmal. Co-Star Jalen Williams taucht in der Statistik nur nicht auf, weil er den Großteil der Saison verletzt verpasste und erst kürzlich zur Mannschaft stieß.

Wo viele andere Teams, speziell im schon jetzt intensiven Westen, wichtige Körner lassen, kommt Oklahoma City in den Genuss seiner langen Rotation. Dabei haben die Thunder - zudem eines der jüngsten Teams der Liga - noch gar nicht richtig angefangen.

2. Oklahomas Defensive ist historisch gut

In Diskussionen rund um die besten Defensiven der NBA sind die Thunder freilich schon eine Weile vertreten. Selbiges trifft aber auch auf die Miami Heat zu, sowie die Orlando Magic und hin und wieder auch die Golden State Warriors. Häufig werden all diese Mannschaften (und weitere) zusammen in einem Satz erwähnt.

Das hat zur Folge, dass teils nicht deutlich wird, in welchem Ausmaß sich all diese Defensiven voneinander unterschieden, wobei das doch nochmal deutlicher hervorgehoben werden sollte. Die Rockets (2.), Warriors (3.), Pistons (4.), Magic (5.) und Heat (6.) trennen lediglich 1,2 kassierte Punkte auf 100 Ballbesitze (110,7 bis 111,9) - allesamt elitäre Verteidigungsblöcke. Und OKC? Die drehen mit einem Defensivrating von 103,3 einsam Kreise an der Spitze.

NBA: Die besten Saisonstarts aller Zeiten

Und das ist längst kein Zufall. Die Thunder sind nicht (nur) das Produkt eines überragend eingespielten Defensiv-Verbundes. Sie sind auch die Gesamtheit vieler unfassbar talentierter Verteidiger. Der Wert "Estimated Defensiv Plus Minus" (Dunks & Threes) vergleicht den defensiven Einfluss einzelner Spieler mit der Phase ohne sie auf dem Feld. In der laufenden Saison wissen die Thunder wahnsinnige sechs der ligaweit 15 besten Akteure dieser Kategorie in ihren Reihen: Alex Caruso (1.), Cason Wallace (4.), Chet Holmgren (7.), Jaylin Williams (9.), Isaiah Hartenstein (10.) und Shai Gilgeous-Alexander (15.).

3. OKC hat sein bestes Lineup noch gar nicht aufgestellt

Der Fakt, dass die Thunder mit einer Bilanz von 18 Siegen zu einer Niederlage in die Saison gestartet waren, beeindruckte bereits sehr. Dass sie der Konkurrenz derart davonlaufen würden, während sie gleichzeitig auf ihre Nummer 2 verzichten muss, ließ die Liga sogar staunend zurück. Jalen Williams kehrte erst vor gut zwei Wochen zurück und zeigte seither keinerlei Rosterscheinungen.

Stattdessen gewannen die Thunder auch mit dem Forward alle ihrer sechs Spiele und konnten ihr Offensivrating in dieser Phase um fünf weitere Punkte auf 127,6 steigern.

Zweifelhaft bleibt jedoch, ob damit tatsächlich das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Als Williams sein Saisondebüt gab, fehlte der Deutsche Isaiah Hartenstein erstmals. Bis dato laboriert der ehemalige Quakenbrücker an einer leichten Wadenverletzung. Das ideale Lineup - das auch in den vergangenen Playoffs zur Verfügung stand - wartet in dieser Saison also noch auf seinen ersten Auftritt.

Glaubt man Cleaning the Glass, welches Faktoren wie diese mit einkalkuliert, dann sind die Thunder drauf und dran den Saisonrekord der Warriors (73-9) zu zerschmettern. 75 Siege prognostizieren die Statistiker trotz eines noch schwerer werdenden Spielplans. Die Liga darf sich also warm anziehen.

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