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"Egal, was in der NBA abgehen wird": Hukporti gibt Natio-Versprechen

kicker

Herr Hukporti, Sie haben die EuroBasket in diesem Jahr verletzungsbedingt verpasst. Konnten Sie das Turnier trotzdem verfolgen?

Hukporti: Ich habe im Sommer natürlich geguckt, was die Nationalmannschaft gemacht hat. Leider konnte ich bei der EM nicht dabei sein, wegen meiner Reha und der Vorbereitung auf die neue Saison. Für mich geht es hier immer noch darum, mich zuerst in der Liga zu etablieren. Dann kann ich voll an die Nationalmannschaft denken, aber bis dahin gehen ein paar Dinge noch vor.

Auf den großen Positionen hätte ein Spielertyp wie Sie der Mannschaft trotz des Erfolgs letztlich sicher gut getan.

Hukporti: Ja, da hat es auch definitiv gefehlt. Ich habe auch in den Kommentaren immer wieder gelesen, Wo ist denn der Hukporti? Ich glaube viele Leute haben gar nicht so mitbekommen, warum ich nicht dabei war. Jetzt bin ich nach meinem Meniskusriss aber wieder bei 100 Prozent.

Hukporti gibt Zusage für die Nationalmannschaft

2027 geht es mit der Weltmeisterschaft in Katar und 2028 mit den Olympischen Spielen in Los Angeles wieder ans Eingemachte. Werden wir Ariel Hukporti dann wieder im Nationaltrikot sehen?

Hukporti: Die Nationalmannschaft ist nicht nur ein Thema für mich. Nächstes Mal spiele ich zu Einhundert Prozent mit. Das verpasse ich nicht noch einmal. Ich wünschte, ich hätte mich nicht mit dieser Verletzung herumgeplagt. Jetzt bin ich aber wieder völlig gesund, und wenn ich das in zwei Jahren auch bin, dann wird mich nichts davon abhalten. Egal, was in der NBA-Saison abgehen wird.

Was würde es Ihnen bedeuten, wieder die Nationalmannschaft zu repräsentieren, wie schon zu U16 und U18 Zeiten?

Hukporti: Ich freue mich immer immens, für die Natio zu spielen. Ich würde mich auch richtig freuen, mal wieder mit dem Franz [Wagner] zusammenzuspielen, das haben wir jetzt seit der U-18 nicht mehr getan. Es wäre richtig nice, mal wieder mit Franz zu spielen, mit seinem Bruder, mit Dennis, mit Theis und all denen. Und dann endlich auch mal wieder Deutsch zu sprechen. Das wäre auch nice.

Fehlt Ihnen das etwa?

Hukporti: Ja, es fehlt mir auf jeden Fall schon ein bisschen. Genauso wie Knoppers, Döner, Nimm2, all diese Dinge - das fehlt mir hier schon manchmal alles.

Hukporti: "Das Team steht für mich an erster Stelle"

Wie sah Ihr Sommer aus? Woran haben Sie gearbeitet?

Hukporti: In meiner Offseason habe ich zunächst viel Reha gemacht, um mein Knie wieder richtig zu kräftigen und wirklich schmerzfrei zu bekommen. Nachdem die Knieverletzung komplett überstanden war, habe ich viel an meinem Körper gearbeitet. Ich habe viel im Kraftraum geackert, um stärker und robuster zu werden.

Verletzungen sind nie angenehm. Aber gab es vielleicht auch eine positive Sache, die Sie aus dieser Zeit mitgenommen haben?

Hukporti: Ich habe damals viel Zeit mit Jalen Brunson verbracht, der zur selben Zeit raus war wie ich. Auch abseits des Parketts war das super, viel mit ihm zu sprechen und mir Tipps abzuholen. Wie er mit Verletzungen umgeht und immer weiter ackert. Und ich hatte viel Zeit, um zu scouten und das Spiel akribischer von der Bank zu verfolgen. Ich konnte beobachten, wie [Mitchell, Anm.] Robinson und KAT [Karl-Anthony Towns, Anm.] ihre Arbeit machen, unter den Brettern ackern, wie sie rebounden und verteidigen. Ich konnte dadurch neue Wege finden, diesem Team zu helfen.

Wie interpretieren Sie Ihre Rolle hier bei den New York Knicks?

Hukporti: Ich bin vor allem ein Defensiv-Big, will die Verteidigung verankern, rebounden. Und vorne will ich den Guards helfen, so gut ich kann, indem ich gute Blöcke stelle und hart abrolle, um dann vielleicht einen Durchstecker oder Lob zu verwerten. Einfach, so gut ich kann, in meiner Rolle performen, wann immer ich auf dem Parkett stehe. Ich bin ein uneigennütziger Typ, das Team steht für mich immer an erster Stelle.

Hukporti über Ziele in New York: "Will länger spielen"

Wie sieht für Sie persönlich der logische nächste Schritt in Ihrer Entwicklung als Profibasketballer aus?

Hukporti: Ich will auf jeden Fall auf dem Parkett bleiben, länger spielen, nicht mehr so viel foulen. In einem so guten Team ist das natürlich schwierig, aber machbar. Und dann, wann ich da draussen bin, möchte ich dem Team helfen, wo auch immer ich kann. Ich bin ein sehr bescheidener Typ, darum: egal, welche Rolle sie mir hier geben, die werde ich auch erfüllen.

Sie haben bereits als Rookie in kurzen Einsätzen bewiesen, dass Sie das Zeug zum Rotationsspieler haben. Wie war es, für einen der größten Schleifer in Tom Thibodeau zu spielen?

Hukporti: Thibs hat viel Wert auf Defense und Einsatz gelegt. Bei ihm ging es darum, in jeder Sekunde auf dem Parkett alles zu geben. Ich bin froh, dass ich von ihm lernen konnte, wie man professionell arbeitet.

Im Sommer wurde Thibodeau allerdings durch Mike Brown ersetzt. Hat sich dadurch etwas grundlegend verändert?

Hukporti: Ein bisschen, ja. Der neue Coach ist sehr gut, wir arbeiten sehr gut zusammen. Jeder Trainer hat natürlich sein eigenes System. Ich habe das von Thibodeau genauso respektiert wie das von Coach Brown jetzt. Das sind beide exzellente Coaches. Für mich als jungen Spieler ist e ssuper, so viel von beiden zu lernen.

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Eastern-Conference-Favoriten? "Unsere Chancen sind sehr gut"

Auch Brown war ja früher ein Defensivfanatiker, entwickelte seine Spielidee in den vergangenen Jahren aber nochmal weiter.

Hukporti: Ich mag sein System, ich mag den Basketball, den er für uns konzipiert hat. Schnell und direkt. Er will, dass wir mit Tempo spielen. Er will, dass ich unentwegt laufe. Das ist perfekt für unser System. Das schafft viele Mismatches, die wir ausnutzen können. Den gegnerischen Big Man zermürben und so Freiräume für meine Mitspieler schaffen. Das betont der Coach immer wieder.

Wie würden Sie Ihre Chancen in einer plötzlich weit offenen Eastern Conference einschätzen?

Hukporti: Unsere Chancen sind sehr gut. Das waren sie schon im Vorjahr. In diesem Jahr sind sie vielleicht sogar noch ein bisschen besser. Wenn wir auf unseren Kader blicken, dann würden vermutlich die meisten Leute sagen: Ja, der Osten geht in diesem Jahr nur über die Knicks. Aber das hier ist die NBA, da kann immer alles passieren. Wie schon gesagt, da sind immer auch Dinge am Werk, die man nicht beeinflussen kann, darum ist das immer schwer alles schon im Voraus zu prognostizieren. Ich bin da vorsichtig.

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