"Das ist ein herber Schlag für uns. David war als wichtiger Teil unserer Mannschaft eingeplant. Wir müssen sein Fehlen jetzt bestmöglich kompensieren", wird Bundestrainer Alex Mumbru zitiert. "Auch für ihn persönlich tut es mir natürlich sehr leid, David hätte es verdient gehabt dabei zu sein."
Krämer, der in diesem Sommer zu Real Madrid wechselte, machte in den Qualifikationsfenstern teils herausragende Spiele, unter anderem erzielte er bei der knappen Niederlage in Schweden 43 Punkte, was historisch nur von Dirk Nowitzki getoppt wurde.
Nach Andreas Obst gilt Krämer als bester deutscher Schütze, das deutete er auch bei seinem einzigen Einsatz in diesem Sommer an, als er vier von sieben Dreiern beim Testspiel in Slowenien versenkte. Nach Gesprächen mit DBB-Teamarzt Oliver Pütz und den Ärzten von seinem neuen Klub wurde am Ende keine Freigabe erteilt.
Vor der Generalprobe des DBB-Teams gegen Spanien sprach Krämer bei MagentaSport von ein paar "schweren" Tagen. "Aber wir haben uns alle geeinigt, dass es die richtige Entscheidung ist. Damit muss man leben", so der 28-Jährige weiter. "Der Zeitpunkt ist hart, weil ich drei Jahre dafür gekämpft habe. Die Chance war da, Verletzungen passieren." Gleichzeitig versuche er der Situation auch etwas Positives abzugewinnen: "Wir haben es früh erkannt und es ist nichts Schlimmeres passiert."
Krämer-Verletzung: Einer muss noch gestrichen werden
Somit ist vor dem letzten Test gegen Spanien nur noch ein Platz im Kader von Mumbru vakant. Zuvor hatte der Spanier, der zu Beginn der Vorbereitung 16 Spieler nominierte, bereits Tim Schneider und Christian Anderson gestrichen. Es wird davon ausgegangen, dass entweder Nelson Weidemann oder Leon Kratzer als letzte Spieler aus dem Aufgebot gestrichen werden.
Die EM beginnt für Deutschland am Mittwoch, wenn der amtierende Weltmeister im finnischen Tampere auf Montenegro (ab 15.30 Uhr) trifft.