New York Knicks
Die New Yorker sollen Berichten zufolge eines der Teams sein, das ein Auge auf Schröder geworfen hat. Der Braunschweiger könnte die seit Jahren bestehende Backup-Lücke auf der Eins schließen und würde gut in das defensivbetonte Team der Knicks passen.
Allerdings könnte dem Deutschen das Formhoch von Tyler Kolek in die Quere kommen, der in Las Vegas gezeigt hat, dass er sich auf der ganz großen Bühne wohlfühlt. Dort hat er seinen Job so gut gemacht, dass er im Finale sogar in der Crunchtime statt Mikal Bridges auf dem Feld stand und dann gegen Indy ein Spiel später Karrierebestwerte in Punkten und Assists auflegte.
Auch die finanzielle Situation könnte New York abschrecken. Sacramento hat Schröder im Sommer mit einem schönen Dreijahresvertrag über 45 Mio. Dollar ausgestattet, sodass er bis Sommer 2028 garantiert unter Vertrag steht. Damit wäre er zwar auf einer Timeline mit der Big Five der Knicks, fraglich ist aber, ob sie so viel Vertrauen in den 32-Jährigen haben.
Dazu müsste New York auch ein drittes Team finden, um den Trade zu realisieren, da sie weder Josh Hart noch Mitchell Robinson abgeben werden. Stattdessen hat das derzeit zweitbeste Team im Osten aber einen Haufen Zweitrundenpicks, die sie nach Sac-Town schicken könnten.
Minnesota Timberwolves
Die Wolves sind auf dem Papier der ideale Fit für Schröder. Mike Conley ist mittlerweile 38 Jahre alt und hat seine besten Zeiten merklich hinter sich, dazu er auch immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Will Minnesota einen tiefen Playoff-Run starten, brauchen sie besser früher als später eine vernünftige Lösung auf der Eins.
Eigentlich sollte diese mal Rob Dillingham sein, der Youngster ist dieser Rolle aktuell aber nicht gewachsen, genauso wenig wie Bones Hyland. Die Folge ist, dass Minny Donte DiVincenzo in die Starting Five befördert hat, der aber nicht als überragender Passer bekannt ist (2,9 Assists im Schnitt über seine Karriere). Die Kreation ist deshalb aktuell auf viele Schultern verteilt - was oft auch gut klappt - in Drucksituationen fehlt aber merklich jemand mit Erfahrung, der übernimmt.
Auch finanziell wäre der Deal für die Wolves leicht zu stemmen, ein Paket aus Conley + Minimalvertrag und Pick(s) würde ohne Probleme funktionieren. Für Schröder wäre Minnesota bereits die elfte Station in der NBA.
Cleveland Cavaliers
Die Cavaliers stecken in einer handfesten Krise. Sie hinken den Erwartungen weit hinterher und haben in Darius Garland ein Sorgenkind auf der Eins. Der Ex-All-Star kommt nach seiner langen Verletzung aus der Vorsaison nicht mehr in Schwung und wirkt nur noch wie ein Schatten seiner selbst.
Es würde nicht verwundern, wenn die Cavs irgendwann die Reißleine ziehen und sich nach einer Alternative für den 25-Jährigen umsehen. Hier könnten die Kings ins Spiel kommen. Mit seinem Alter könnte er der Start des Rebuilds sein, den Sacramento so dringend benötigt, während Cleveland Donovan Mitchell einen erfahrenen und deutlich defensivstärkeren Guard an die Seite stellen würde.
Schröder in einem Paket mit DeMar DeRozan für Garland könnte für beide Seiten die Chance auf einen kleinen Neustart sein.
Miami Heat
Miami wollte mit seiner überfallartigen Offensive die NBA revolutionieren, nach acht Niederlagen aus den vergangenen zehn Spielen ist das Experiment allerdings so gut wie gescheitert. Miami würde stark davon profitieren, mehr Ordnung in sein Spiel zu bringen und neben Devion Mitchell einen weiteren erfahrenen Point Guard in seinen Reihen zu haben.
Diese Aufgabe wäre wie gemacht für Schröder, der von seinem Typ her auch in die vielzitierte "Heat Culture" passen würde. Und auch das schnelle Spiel der Heat ist Schröder nicht ganz fremd, dem im Sommer unter Mumbru das schnelle Umschalten nach jedem Ballgewinn eingebläut wurde.
Finanziell würde der Deal auch klappen, Miami müsste Simone Fintecchio plus einen Youngster wie Kasparas Jakucionis nach Sacramento schicken und noch den ein oder anderen Zweitrundenpick drauflegen.
Denver Nuggets
Ein Wechsel nach Denver wäre für Schröder und sein Umfeld eine der attraktivsten Optionen - nicht nur mit Blick auf die Titelchancen, sondern auch auf eine klar definierte Rolle. Die Nuggets haben mit Jamal Murray ihren Star-Point-Guard, der zusammen mit Nikola Jokic die Erfolgsära in Denver geprägt hat und weiterhin prägt. Dahinter ist die Rotation auf der Eins jedoch dünn besetzt.
Trotz einiger Veränderungen und Neuzugänge in der Offseason fehlt Denver weiterhin ein verlässlicher Backup auf der Point-Guard-Position. Zuletzt war Jalen Pickett die erste Option hinter Murray, kommt in dieser Saison bislang aber nur auf 3,7 Punkte und 1,7 Assists. Auch Bruce Brown übernimmt phasenweise Minuten als Ballhandler, ist aber nicht konstant als klassischer Spielmacher eingeplant.
Gerade in engen Spielen - und erst recht in den Playoffs - könnten die Nuggets einen Guard von der Bank gebrauchen, der die Non-Murray-Minuten stabil führt. Ein Spieler, der das Tempo kontrolliert, das Spiel organisiert und im Zusammenspiel mit Jokic, etwa im Pick-and-Roll, funktionieren kann.
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