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Endlich wichtig: Wie da Silva beim FC Bayern den Laden zusammen hält

kicker

Als Oscar da Silva vor Saisonbeginn im Interview mit Sky davon sprach, dass die NBA weiterhin eines seiner Ziele sei, wirkte dies schon sehr optimisitsch. Schließlich hatte der deutsche Nationalspieler eine verletzungsgebeutelte erste Saison beim FC Bayern hinter sich, in der er nie so wirklich in Fahrt kam.

Nach seinem Wechsel aus Katalonien wurde der 27-Jährige immer wieder von Wehwehchen geplagt. Bei der Europameisterschaft spielte da Silva nur eine kleinere Rolle im System von Mumbru und Ibrahimagic. Und sogar zum Start in die neue Spielzeit war er erstmal nur Bankdrücker. "Wenn ich versuche, zwölf Spieler glücklich zu machen, dann kann ich niemanden glücklich machen", begründete Coach Gordon Herbert noch vor wenigen Wochen die Entscheidung, da Silva gegen Mailand gar nicht zum Einsatz zu bringen.

Auch in den folgenden Spielen musste der Deutsch-Brasilianer hart um seine Einsatzzeit kämpfen. Gegen Fenerbahce stand er nochmal lediglich acht Minuten auf dem Feld, in der Bundesliga bekommen zwecks Rotation ohnehin andere häufig zum Zug.

Da Silva so gut wie nie seit Bayern-Wechsel

Weil sich abzeichnete, dass sich Herberts Offensiv-Vision besser mit kleineren, flinkeren Bigs umsetzen lässt, erhielt er Ende Oktober erstmals eine richtige Chance. Beim Blowout gegen Olympiakos spielte er mit fast 20 Minuten die meisten in der laufenden Saison, wobei er das Vertrauen mit zwölf Punkten und sieben Rebounds zurückzahlte.

Seitdem ist die Saison für da Silva richtig ins Rollen gekommen. Zwar kommt er weiterhin von der Bank, gegen Madrid und Bologna spulte er aber jeweils über 20 Minuten ab - ein Top-5-Wert in der Mannschaft.

Seine Statistiken? Überragend! Das Net-Rating von +12 in der EuroLeague ordnet sich im 96. Perzentil ein; heißt: seine Statistiken in diesem Bereich werden aktuell nur von vier Prozent aller Spieler übertroffen. Das liegt vor allem an seiner überragenden Defensive. Da Silva liest gegnerische Plays als einer der Ersten und kann entsprechend entgegenwirken. Dabei macht er viele Sachen, die am Ende gar nicht auf dem Statistikblatt auftauchen.

Klar ist aber: Steht Oscar da Silva auf dem Feld haben die Bayern ein Defensivrating von 103,8. Zum Vergleich: Insgesamt kassieren die Münchner 116,9 Punkte pro 100 Ballbesitze. An da Silvas Wert kommt keine Mannschaft der Liga auch nur ansatzweise heran.

Vorerst kein Vorbeikommen - da Silvas Bankrolle vorerst zementiert

Dazu hat sich der Forward beim Rebound deutlich verbessert. Gerade am defensiven Brett gab da Silva als kleiner Fünfer oft zu viel ab, hier hat er sich in den vergangenen Wochen enorm gesteigert. Beim Offensiv-Rebound war der 27-Jährige schon immer gut, in fünf seiner sieben Einsätze kam er mindestens auf drei offensive Rebounds. Beim Überraschungssieg gegen die Königlichen glänzte er mit einem Double-Double. Auch im Angriff läuft es immer besser.

Warum er es dann nicht in die Startaufstellung schafft? Da Silva ist aus der Distanz weiterhin kein Faktor. Die Anfangsformation funktioniert mit den wurfstarken Lucic und Mike derzeit zu gut. Außerdem: Anders als diese hat es da Silva in dieser Saison bewiesen, einen guten Kaltstart von der Bank hinlegen zu können. Um zu funktionieren, braucht da Silva nicht viel Anlaufzeit.

Bis zur NBA ist es sicherlich noch ein weiter Weg. Dass er nach einem Jahr in seiner Heimatstadt nun aber auch sportlich richtig angekommen zu sein scheint, ist ein guter Anfang. Zumindest dem FCBB ist das ja nicht verborgen geblieben.

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