"Bei so vielen Minuten ist es normal, dass wir müde werden, aber wir waren darauf vorbereitet. Es ist enttäuschend, wenn wir sehen, dass wir rankommen und sie schlagen können", sagte WNBA-Spielerin Luisa Geiselsöder nach der 60:79-Niederlage. Zur Halbzeit lag die deutsche Mannschaft nur mit sechs Punkten zurück, musste danach aber merklich abreißen lassen und lag ab Ende des dritten Viertels konstant zweistellig zurück.
"Wir haben gute Würfe bekommen, wenn sich der Ball gut bewegt. Dann kommen wir in den Flow. Unsere Verteidigung ist das Problem, unsere On-Ball-Defense. Es ist ein bisschen zu einfach gerade. Wir müssen ein bisschen physischer sein, mehr über die Screens kommen. Die müssen wir verbessern", analysierte die verletzte Kapitänin Marie Gülich anschließend.
DBB-Frauen: Bank bleibt gegen Spanien ohne Punkte
Besonders von den Bankspielerinnen kam an diesem Abend einfach zu wenig, null Punkte hatte das DBB-Team da zu verzeichnen. Ein eklatanter Unterschied zur starken zweiten Garde der Spanierinnen (39 Punkte). "Die Spielerinnen von der Bank müssen auch ihren Job machen, wenn sie reinkommen und Druck auf die Spanierinnen ausüben", führte Gülich aus.
Die Bank hatte gegen Spanien aber auch kein leichtes Spiel, da Trainerin Lisa Thomaidis stark auf ihre Starting Five setzte und nur sporadisch wechselte. So spielte beispielsweise Leonie Fiebich das gesamte Spiel durch und auch Geiselsöder saß nur für ein paar Minuten. Laut Thomaidis war diese Entscheidung aber notwenig. "Das mussten wir. Wir waren der Meinung, dass wir so die beste Chance hätten und das Ergebnis eng halten könnten. Es war leider eines der Spiele, wo die Bank etwas zu kurz kommt", erklärte sie.
Deutschland trifft am Sonntag im dritten und letzten Gruppenspiel auf die bislang sieglosen Britinnen (18 Uhr live bei MagentaSport), Spanien bekommt es mit Schweden zu tun. Bei einem Sieg wären die deutschen Damen ziemlich sicher für das Viertelfinale qualifiziert, auch bei einer Niederlage wäre ein Weiterkommen jedoch noch möglich.