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EuroLeague Power-Ranking: Bayern kratzt an der Postseason, Griechenland dominiert

kicker

Platz 20: ASVEL Villeurbanne

Mit 13 Siegen stellte Pierric Poupet in seiner ersten kompletten Saison als Headcoach mit ASVEL den Clubrekord in der EuroLeague (EL) ein. Dennoch betrug der Abstand zu den Play-In-Rängen üppige fünf Siege. Im Sommer verließen inklusive Théo Maledon fast alle Leistungsträger ASVEL. Von den Neuen verfügt nur der 36-jährige Thomas Heurtel (EM-Gold 2015 mit Teamkollege Nando De Colo und Besitzer Tony Parker), der vor einer Verletzung bei ACB-Absteiger Coruña spielte, über EuroLeague-Erfahrung.

Platz 19: Paris Basketball

Als Tabellenachter überraschte der Neuling in der Vorsaison Basketball-Europa. Zur Saisonmitte rangierte Paris sogar auf Platz eins. Im Sommer kam es zur Rochade: Inklusive T. J. Shorts müssen Headcoach Francesco Tabellini (aus Nymburk) und der 28-jährige deutsche Associate-Headcoach Julius Thomas, die die einst von Tuomas Iisalo eingeführte intensive Spiel-DNA fortführen, 71 Prozent der Vorjahres-Punkte ersetzen - eine Mammutaufgabe ohne in der EL erprobte Neuzugänge.

Platz 18: Baskonia Vitoria-Gasteiz

Zum achten Mal in zehn Jahren starten die Basken mit einem neuen Coach in eine Saison. Neu ist auch Sportdirektor Xevi Pujol (35), der noch nicht auf der Welt war, als Vorgänger Alfredo Salazar laut Backdoor Podcast 1989 sein Amt antrat. Paolo Galbiati, Nachfolger von Pablo Laso, muss mit EL-Neulingen wie Ex-NBA-Spieler Hamidou Diallo und Rodions Kurucs den Abgang von Chima Moneke kompensieren und den zuletzt schwächelnden Markus Howard, EL-Topscorer von 2023/24, wieder ins Rollen bringen.

Platz 17: Valencia Basket

In vier von fünf EL-Saisons im Ligaformat landete Valencia auf Platz neun oder zehn, womit vor Play-In-Zeiten jedoch die Postseason verpasst wurde. Der spanische Vizemeister kehrt nach einem Jahr im EuroCup zurück. Pedro Martínez implementierte in der Vorsaison einen aggressiven Tempobasketball mit 12,8 Dreiern (EuroCup-Rekord). Doch die Abgänge von Semi Ojeleye (Roter Stern) und Leader Chris Jones (Hapoel Tel Aviv) schmerzen. Darius Thompson (Efes) muss an alte Baskonia-Zeiten anknüpfen.

Platz 16: Maccabi Tel Aviv

Als Folge des Nahostkonflikts geht Maccabi in die dritte Saison ohne echte Heimspiele, denn weiterhin werden diese in Serbien ausgetragen. Mit den Ex-NBA-Spielern Lonnie Walker, Oshae Brissett, T. J. Leaf, Cliff Omoruyi und Jeff Dowtin könnte Erfolgstrainer Oded Kattash zwar wieder seinen aggressiven Spielstil der Vorjahre etablieren; erprobte EL-Leistungsträger fehlen jedoch außer mit Abstrichen Lonnie Walker. Ohne klassischen Heimvorteil dürfte es erneut schwer werden, die Play-Ins zu erreichen.

Platz 15: Virtus Bologna

Bei einer aussichtlosen EL-Bilanz (2-12) übernahm Kultschleifer und Feuerwehrmann Dusko Ivanovic (68 Jahre) Bologna. Auch er konnte am vorletzten Platz nicht mehr rütteln, holte aber den italienischen Meistertitel. Finals-MVP Toko Shengelia ist weg, doch mit EL-Topscorer Carsen Edwards und Ivanovics Ex-Schützling Luca Vildoza kamen etablierte EL-Spieler. Zudem wurde der Kader um Karim Jallow verjüngt. Auf den Schlüsselpositionen Eins und Fünf fehlt dem Team vielleicht Qualität in der Spitze.

Platz 14: Zalgiris Kaunas

Achtung, Schleudersitz-Gefahr. So könnte eine Trainerstelle bei Zalgiris Kaunas ausgeschrieben werden, denn Ex-Spieler und -Assistenztrainer Tomas Masiulis ist der 20. Headcoach seit 2006. Im Kader setzt der Club auf Kontinuität. Sieben der zehn Rotationsspieler wurden gehalten - auch Topscorer und Ex-Münchener Sylvain Francisco. Nigel Williams-Goss (Piräus) und Europameister Maodo Lô (Paris) sollen dem zuletzt unter Andrea Trinchieri nur auf Defense ausgelegten Team mehr Firepower verleihen.

Platz 13: FC Bayern München

14 Siege, 90 Punkte pro Spiel - der SAP Garden glühte in seiner Premieresaison. Trotz der zweitbesten Clubbilanz (19-15) stand am Ende 'nur' Platz neun. Nun gingen mit Carsen Edwards, Devin Booker, Nick Weiler-Babb und Shabazz Napier vier Anker von Bord. Toptransfer Rokas Jokubaitis verletzte sich bei der EM schwer. Gordon Herbert muss Zugänge wie Xavier Rathan-Mayes, Isiaha Mike, Wenyen Gabriel, Kamar Baldwin und David McCormack in ihrem zweiten EL-Jahr wie ihre Vorgänger ins Rollen bringen.

Platz 12: Dubai Basketball

Davis Bertans, EL-Sieger Dzanan Musa, Sloweniens Europameister Klemen Prepelic, Ex-Monegasse Dwayne Bacon sowie die WM-Silbergewinner Aleksa Avramovic und Filip Petrusev - das umstrittene Projekt aus Dubai steigt prominent in die EL ein. Für einen Playoff-Platz muss Coach Jurica Golemac, einstiger ALBA-Spieler, mehrere unberechenbare Charaktere zusammenbringen und die Reisestrapazen managen. Ein Vorteil: In der Adria-Liga, in der Dubai spielt, gibt es nur noch 16 Hauptrundenspiele.

Platz 11: Hapoel Tel Aviv

EuroCup-Sieger Hapoel Tel Aviv. Diese Nachricht dürfte viele überrascht haben, denn bevor Ofer Yannay 2023 zunächst 51 und 2024 dann 81 Prozent der Clubanteile kaufte, war Hapoel international ein fast unbeschriebenes Blatt. Mit EL-Stars wie Elijah Bryant und Ex-MVP Vasilije Micic - laut Eurohoops mit dem dritthöchsten Jahresgehalt der EL-Historie (5,4 Mio. USD) - hat Coach Dimitris Itoudis, der nach zwei EL-Titeln mit Moskau bei Fenerbahce enttäuschte, trotz 'Heimspielen' in Bulgarien Erfolgsdruck.

Platz 10: Roter Stern Belgrad

Achtung, Pulverfass-Gefahr: Nach Dejan Radonjic ist Ioannis Sfairopoulos der zweite Roter-Stern-Trainer seit 1994, der mehr als einen Jahreswechsel erlebte. Doch nach dem Saison-Aus des weiter verletzten Inside-Ankers Joel Bolomboy verspielte Roter Stern sowohl die EL-Playoffs als auch die beiden nationalen Meistertitel. Sfairopoulos muss dem mit Chima Moneke, Jasiel Rivero, Semi Ojeleye, Jordan Nwora und Devonte‘ Graham offensiv verstärkten Team schnell seine Defensiv-DNA einimpfen.

Platz 9: FC Barcelona

Platz 1, 2, 4 und 5 - seit vier Jahren fällt Barca in der EL-Tabelle. Nun wurde der Etat, der laut BasketNews im Kadersektor in der Vorsaison nur Platz 6 belegte, erneut gekürzt. Neun der 14 Spieler sind mindestens 30 Jahre alt - so auch Topscorer Kevin Punter sowie die Zugänge Toko Shengelia und Will Clyburn (aus Bologna). Nicolás Laprovíttola und Jan Veselý (35 Jahre) sind nach Knieverletzungen zurück. Der Spagat mit mindestens 72 Spielen in den zwei besten Ligen Europas wird zur Knochenmühle.

Platz 8: Emporio Armani Mailand

Aller guten Dinge sind vier? Seit drei Jahren verpasst die einstige Trainerikone Ettore Messina mit hoch dekorierten Kadern die Postseason. Trotz des Abgangs von Nikola Mirotic wurde das Team erneut verstärkt. EL-Champ Marko Guduric (Fenerbahce), Devin Booker (Bayern), Lorenzo Brown (Panathinaikos), Rekonvaleszent Josh Nebo (vier Spiele 2024/25) und Ex-NBA-Spieler Vlatko Cancar gesellten sich zum Duo aus Zach LeDay und Shavon Shields und sollen den italienischen Vizemeister variabler aufstellen.

Platz 7: Partizan Belgrad

Nachdem im Vorjahr alle Rotationsspieler ausgetauscht wurden, soll Trainerlegende Zeljko Obradovic nun mit Kontinuität erstmals seit 2023 die Postseason erreichen. Mit Carlik Jones, Isaac Bonga, Sterling Brown und Tyrique Jones blieben die wichtigsten Säulen. Duane Washington nahm in den heimischen Playoffs nach Erkrankung Fahrt auf. Jabari Parker, Shake Milton, Dylan Osetkowski und das exzentrische Talent Miikka Muurinen verstärken den Vorjahres-Zwölften, der seit drei Jahren Startprobleme hat.

Platz 6: AS Monaco

Nach dem ersten EL-Vizetitel überschlugen sich die Turbulenzen im Königtum. Go-to-Guy Mike James verpasste nach einer Suspendierung die französischen Playoffs. Daniel Theis äußerte in einer kryptischen Instagram-Story Meinungsverschiedenheiten mit einer Aussage von GM Oleksiy Yefimov. Beide sollen nun für eine weitere erfolgreiche EL-Saison sorgen. Das Team von Vassilis Spanoulis hielt alle Stars. Mit Nikola Mirotic kam sogar einer hinzu. Jedoch sind nun schon neun Spieler älter als 30 Jahre.

Platz 5: Anadolu Efes Istanbul

Seit vier Saisons weist der EL-Sieger von 2021 und 2022 nach 20 Spieltagen keine positive Bilanz mehr auf. Zuletzt ging es mit finalen acht Siegen erstmals seit 2022 in die Playoffs. Igor Kokoskov versucht sich als dritter Coach seit Ergin Atamans Abgang 2023 an Stabilität. Neben Shane Larkin und Jordan Loyd gibt es mit P. J. Dozier, Nick Weiler-Babb, Sehmus Hazer, Isaia Cordinier haufenweise defensiv starke Guards und mit der exzentrischen Ex-NBA-Hoffnung Kai Jones auf der Fünf eine Wundertüte.

Platz 4: Fenerbahce Istanbul

Der EL-Sieger ist vielleicht ein Verlierer des Sommers. Trainer des Jahres Saras Jasikevicius muss künftig in Person von Final-Four-MVP Nigel Hayes-Davis (Phoenix) und Crunchtime-König Marko Guduric (Mailand) ohne seine vielleicht wichtigsten Spieler auskommen. Mit Mikael Jantunen (Paris), Scottie Wilbekin (nach Verletzung) sowie Europa-Neulinge Talen Horton-Tucker, Brandon Boston und Armando Bacot kam viel Klasse hinzu. Wade Baldwin ist von Beginn an fit. Der Meister muss sich aber neu erfinden.

Platz 3: Real Madrid

Nach acht Medaillen mit Spanien möchte Trainer Sergio Scariolo mit den Königlichen eine neue Ära prägen. Auf Clubebene holte der Nachfolger von Chus Mateo, der wiederum seine Nachfolge bei Spanien antritt, aber zuletzt 2006 einen Meistertitel. Der Vorjahres-Siebte um das Startrio aus Edy Tavares, Facundo Campazzo und Mario Hezonja ist aber weiterhin mit Klasse gespickt. David Krämer, Théo Maledon sowie aus der NBA Chuma Okeke und Trey Lyles bringen frischen Wind ins Königtum.

Platz 2: Panathinaikos Athen

Halbfinal-Aus in der EL, Vizemeister in Griechenland - die Vorsaison endete für den polarisierenden EM-Silbercoach Ergin Ataman enttäuschend. Jedoch legte sein Team in der Rückrunde auch ohne den verletzten MVP-Kandidaten Mathias Lessort die zweitbeste Bilanz hin. Alle Leistungsträger, darunter EL-MVP Kendrick Nunn, wurden gehalten. Mit T. J. Shorts kam ein weiterer MVP-Kandidat der Vorsaison hinzu - ebenso wie NBA-Veteran Richaun Holmes und zeitnah vielleicht wieder Rekonvaleszent Lessort.

Platz 1: Olympiakos Piräus

In der Vorsaison war für Hauptrundenprimus Piräus vieles angerichtet für den ersten EL-Titel seit 2013. Doch auch beim vierten Final Four in Folge gingen die Rot-Weißen leer aus. Die Stars Sasha Vezenkov, Evan Fournier und Nikola Milutinov blieben an Bord, doch seit Kostas Sloukas‘ Abgang 2023 fehlt ein Top-Spielmacher. Die Fitness von Hoffnungsträger Keenan Evans, der sich nach schon einem Jahr Pause erneut verletzte, bleibt ein Fragezeichen. Center Moustapha Fall könnte bis Saisonende fehlen.

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