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Fehlstart des Champions: Warum es bei Fenerbahce nicht läuft

kicker

"Ich möchte mich bei unseren Fans entschuldigen", holte Coach Sarunas Jasikevicius nach der deutlichen Niederlage gegen EuroLeague-Neuling Dubai, die ebenfalls mit Verletzungen zu kämpfen haben, aus. „Das war nicht Fenerbahce. Eine Performance wie diese ist nicht zu akzeptieren.

Mit 69:93 ging der Champion in heimischer Halle unter, es war bereits die zweite Heimniederlage der Saison und die dritte in vier Spielen. "Wir finden einfach nicht die richtigen Lösungen im Angriff und unsere Motivation ist nicht da, wo sie sein sollte", ärgerte sich der Litauer weiter.

Fenerbahce: Wichtige Säulen sind weg

Die Türken sehen nicht aus, wie das Team, welches vor knapp fünf Monaten die Trophäe in die Höhe reckten. Gründe dafür einige, zunächst mal müssen die Abgänge genannt werden. Neben Final-Four-MVP Nigel Hayes-Davis (Phoenix Suns) verließ auch der im Finale so starke serbische Nationalspieler Marko Guduric (Mailand) überraschend das Team, dazu wurde der 37-jährige Errick McCollum nicht verlängert.

Dies waren drei der vier besten Scorer der Türken, nur Wade Baldwin punktete aus dem letztjährigen Fener-Team ansonsten noch zweistellig. Stattdessen ging Fener ins Risiko und holte mit Talen Horton-Tucker und Brandon Boston zwei EuroLeague-Rookies aus der NBA. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass dies mit einem gewissen Risiko behaftet ist.

Ex-Laker Horton-Tucker deutete mit 16,3 Punkten im Schnitt zumindest an, dass er in Europa ein guter Scorer sein kann, Boston sieht dagegen bisher kaum das Feld. "Die Neuen werden Zeit brauchen, um sich an unser Tempo und die Körperlichkeit zu gewöhnen", prophezeite Jasikevicius schon vor der Saison. "Es geht nicht sofort um Ergebnisse, sondern um das Bilden einer Teamchemie."

Fenerbahce: Qualität ja, Teamchemie noch nicht

So wirklich funktioniert es noch nicht, Feners Spiel ist Guard-lastiger geworden, weil Hayes-Davis nur bedingt ersetzt werden konnte. Mikael Jantunen (kam aus Paris) ist eher ein Rollenspieler, Tarik Biberovic sucht derweil noch seine Form. Und auch unter dem Korb gibt es Lücken. Nicolo Melli (34) wird nicht jünger, Khem Birch ist nicht mehr als EL-Durchschnitt.

Zusammen mit dem neuen Personal steht Fener nun da, wo sie stehen. Bleiben wird das vermutlich nicht so, dafür hat dieser Kader weiterhin viel zu viel Qualität. Doch für eine Titelverteidigung scheint die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr nicht gut genug.

Zunächst geht es aber darum, nicht zu früh abreißen zu lassen. Natürlich gibt es nun sogar 38 Spiele, aber nur die Hälfte der Liga bekommt überhaupt die Chance, sich für die Playoffs zu qualifizieren. Viel sah Jasikevicius bisher nicht, gibt dem schwachen Start aber einen Spin: "Das Einzige, was uns Hoffnung gibt, ist, dass das nächste Spiel in 48 Stunden ist und wir auf das reagieren können, was gegen Dubai passiert ist". Nächster Gegner? Der FC Bayern Basketball.

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