Fehlercode: %{errorCode}

"Für den Ball sterben": Yabusele über Frankreich, Knicks und zweite NBA-Chance

kicker

Für Yabusele ist die französische Nationalmannschaft mehr als nur ein Job. Er beschreibt das Zusammensein als "Sommerlager mit Freunden" und betont den besonderen Zusammenhalt: "Wir haben eine besondere Gruppe von Jungs. Auf dem Feld und auf der Bank spürt man die Energie überall." Als Kapitän sieht er sich nicht als Befehlsgeber, sondern als Vermittler: "Mein Job ist nicht, der Chef zu sein. Ich versuche einfach, die Anweisungen des Trainers weiterzugeben und positive Energie zu bringen."

Nach mehreren knapp verpassten Titeln mit Silbermedaillen bei der EuroBasket 2022 und Olympia 2021 sowie 2024 ist für Yabusele das nächste Ziel klar: "Eine Goldmedaille mit Frankreich wäre etwas Besonderes. Jedes Mal war es Silber. Gold ist das nächste Ziel." Damit macht der Forward deutlich, dass er den Erfolg mit der Nationalmannschaft mindestens so hoch einschätzt wie eine mögliche NBA-Meisterschaft.

Der lange Weg zurück in die NBA

Yabuseles Karriere schien nach seinem ersten Anlauf bei den Boston Celtics schon beendet. Nachdem er 2016 an 16. Stelle in die NBA gedraftet wurde, arbeitete er sich zwischen 2019 und 2024 über Stationen bei ASVEL und Real Madrid zurück, gewann die EuroLeague und zahlte sogar selbst für seinen NBA-Rückweg. "Es hat fünf Jahre gedauert, bis ich zurückgekommen bin. Ich habe mein Spiel komplett verändert - Wurf, Passspiel, Basketball-IQ. Ich wusste, dass es schwer wird, aber nicht unmöglich."

Mit den Philadelphia 76ers bekam er 2024 seine zweite Chance, inzwischen läuft er für die New York Knicks auf. Besonders stolz ist Yabusele auf seine verbesserten Wurfquoten: In Europa traf er konstant über 38 Prozent von der Dreierlinie, auch in der NBA konnte er diesen Wert halten. "Definitiv fühle ich mich jetzt wohler mit dem Ball. Alles klickt besser."

Energie für die Knicks

Bei den Knicks fand Yabusele schnell seinen Platz. Das Team erreichte 2025 erstmals seit 2000 die Eastern Conference Finals. "Es war für mich ganz natürlich, dorthin zu gehen. Die Chemie im Team, die Härte - das passt zu mir", erklärte er. Sein Auftrag sei eindeutig: Energie bringen, Würfe treffen und für jeden Ball kämpfen. "Die Leute lieben die Energie, die ich bringe - 'für den Ball sterben', wie ich sage. Einfach 48 Minuten alles geben."

Trotz seiner Rückkehr in die NBA verfolgt Yabusele die EuroLeague weiterhin und schwärmt von Real Madrid, seinem früheren Klub. Auch mit Ex-Teamkollegen wie Theo Maledon steht er in Kontakt: "Ich habe ihm schon ein paar Ratschläge gegeben", sagte er lachend. Ein kurzfristiges Comeback nach Europa schließt er jedoch aus: "Ich habe gerade erst ein Jahr in der NBA gespielt, zwei weitere folgen. Ich will so lange wie möglich dort bleiben."

Ohne Wembanyama: Neue Supermacht im Wartestand

Griechenland nach Pause chancenlos: Frankreich beendet EuroBasket-Vorbereitung ungeschlagen

Zum zwölften Mal: Angola feiert AfroBasket-Titel