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"Für uns normal": Furioser Aufsteiger Trier nistet sich in der Spitzengruppe ein

kicker

Drei Minuten vor Schluss zog Vechtas Alonzo Verge Jr. (26 Punkte) zum Korb und stellte in Trier auf 87:84 zugunsten der Gäste. Er und Tommy Kuhse scorten zeitweise nach Belieben, doch in den letzten 182 Sekunden gelang Rasta kein einziger Punkt mehr. Trier machte hingegen zwölf - und gewann mit 96:87.

Symbolisch für die bisherige Saison der Ballbesitz danach. Zwar vergab der gute Spielmacher Eli Brooks den Dreier, doch Martin Linßen holte den Offensiv-Rebound und mit drei Pässen in fünf Sekunden hatte Marco Hollersbacher freie Bahn zum Korb für zwei leichte Punkte. Danach hielten die Trierer den Druck hoch, forcierten durch Brooks den Steal im Backcourt und erspielten sich in Windeseile einen offenen Eckendreier von Nolan Adekunle.

"Am Ende sind uns die Körner ausgegangen", meinte ein zerknirschter Gäste-Coach Christian Held und auch Guard Joschka Ferner stimmte zu: "Die kleinen Dinge haben uns gekillt." Jene kleinen Dinge, die Trier in dieser Saison auszeichnen. Viel Tempo (Trier hat die höchste Pace der BBL), schnelle Entscheidungen, entschlossenes Auftreten sowie eine risikoreiche und aggressive Verteidigung.

Trier: 40 Minuten Vollgas

Im folgenden Gäste-Angriff hatte Brooks fast schon den Ball gesichert, wenige Sekunden später packte aber Jordan Roland ordentlich zu und sicherte das Leder, bevor Linßen nach tollem Drive von Brooks unbedrängt dunken konnte. Das alles passierte innerhalb von gut 60 Sekunden, also eine gute Minute, die für Trier das Spiel gewann.

"Wir hatten einfach den längeren Atem", stellte Schneider nüchtern fest. Beide Teams trafen über 40 Minuten gut, Vechta warf am Ende aber die Backsteine, während der Aufsteiger seinen Stiefel gnadenlos runterspielte. "Wir haben gekämpft und und uns an den Gameplan gehalten", meinte J.J. Mann. "Wir haben unsere Identität beibehalten", führte der Forward weiter aus und nannte dies auch als Schlüssel für den überragenden Saisonstart.

Trier: Alle tragen zum Erfolg bei

Fünf von sechs Partien hat Trier nun gewonnen, nur in Oldenburg setzte es eine Niederlage, weil deren Spielmacher Chris Clemons für 52 Punkte explodierte. "Für uns ist es normal, wir halten uns an unsere Routinen, vertrauen unserer Kultur und arbeiten jeden Tag hart im Training. Alle Spieler im Kader tragen zum Erfolg bei und so sind wir einfach schwer auszurechnen."

Mit Brooks (17,7 PPG) und Roland (17,3) punkten zwar nur zwei Akteure im Schnitt zweistellig, dafür verbuchen aber sieben weitere Spieler zumindest sechs Zähler. Es ist also nicht nur eine Floskel, es ist tatsächlich Teil der Identität. Die fünf Siege sind zudem ein schönes Polster für die kommenden Wochen, denn nun geht es zu den MLP Academics Heidelberg, bevor im Pokal-Viertelfinale der Schlager gegen den FC Bayern München auf dem Programm steht.

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