Sechs Spiele, sechs Siege. Serbien untermauerte auch in München seinen Favoritenstatus bei der EM und setzte sich trotz kleinerer Probleme im Schlussviertel mit 91:81 gegen Deutschland durch. Die Adler haben damit alle ihre Spiele zweistellig gewonnen, das Spiel gegen den Weltmeister war aber der erste echte Härtetest für den Olympia-Dritten.
"So ein Spiel haben wir gebraucht", stellte Coach Pesic nach dem Spiel fest. "Wir haben gegen den Gastgeber gespielt, der vor allem in der Verteidigung alles gegeben haben. Das Ergebnis ist egal, wichtiger ist, dass wir von Anfang bis Ende konzentriert aufgetreten sind."
Pesic lobte somit auch die deutsche Mannschaft, die er erneut im Kreis der Medaillenkandidaten sieht. Nur der 16:3-Lauf der Deutschen im Schlussviertel missfiel dem 75-Jährigen etwas. "Wir wussten, dass sie nicht aufgeben, das waren schließlich die Deutschen. Wir haben aber Charakter gezeigt, obwohl wir einige dumme Aktionen hatten, die nicht passieren dürfen. Dennoch ist es gut, diese Erfahrungen werden uns besser machen."
Serbien wartet noch auf Micic
Nicht mit dabei war erneut Point Guard Vasilije Micic, der aber kaum vermisst wurde. Vor allem Aleksa Avramovic konnte erneut überzeugen, während Nikola Jokic das Spiel auf seine Art und Weise dominierte (7 Punkte, 8 Rebounds, 7 Assists). Pesic muss nun noch drei Spieler aus seinem Kader streichen, neben Micic kamen gegen Deutschland auch Ognjen Dobric, Youngster Nikola Topic, Dejan Davidovac und Balsa Koprivica nicht zum Einsatz.
Am Donnerstag steht dann das letzte Testspiel gegen Slowenien in Belgrad auf dem Programm, bevor Serbien bei der EM in Gruppe A auf Gastgeber Lettland, die Türkei, Tschechien, Estland und Portugal treffen wird.