Mit 86:92 unterlag das Team von Coach Svetislav Pesic, der im Anschluss recht nüchtern die überraschende Niederlage seiner Mannschaft erklärte. "Wir haben Finnland nicht unterschätzt, das ist ein fantastisches Team", meinte der 76-Jährige. "Das Spiel wurde am offensiven Brett entschieden und sie haben es wirklich verdient. Es war ein tolles Spiel und wenn irgendjemand glaubt, dass wir das Spiel auf die leichte Schulter genommen haben, das war nicht der Fall."
Die Finnen schossen zwar nur 41 Prozent aus dem Feld, schnappten sich aber 20 Offensiv-Rebounds und trafen im vierten Viertel die wichtigen Würfe, allen voran Elias Valtonen. Vor wenigen Tagen hatten die Finnen in Tampere noch deutlich gegen Deutschland verloren (61:91), doch schon da deutete sich ihre Dominanz unter den Brettern an, als man sogar 24 Offensiv-Rebounds einsammelte.
Für die Serben war das eines von vielen Problemen, Pesic zählte weitere auf. "Wir können nach Entschuldigungen suchen, aber die Realität ist, dass wird für so ein Turnier in besserer körperlicher Verfassung sein müssen. Viele Spieler hatten mit Verletzungen zu kämpfen, dazu ging bei uns ein Virus um."
Serbische Verletzungen summierten sich
Betroffen war unter anderem Nikola Jovic, der nicht trainieren konnte. Dazu kam die schwere Verletzung von Bogdan Bogdanovic sowie Wehwehchen bei Vasilije Micic, Aleksa Avramovic, Ognjen Dobric oder auch Center Tristan Vukcevic. "Wir waren körperlich nicht gut genug, gleichzeitig haben die Spieler alles gegeben."
Für die Serben war es nach der EM 2022 die zweite große Enttäuschung. Damals scheiterte das Pesic-Team trotz großer Ambitionen ebenfalls im Achtelfinale - damals gegen Italien. Wie es nun weitergeht, ist unklar, wie auch Pesic verriet. "Wir wollten Europameister werden, niemand hat an die Tage danach gedacht. Für den Moment ist das auch egal. Wir werden das sehr genau analysieren. In der Vergangenheit haben wir aus Niederlagen stets Lösungen gefunden und uns verbessert."
Der Turnierbaum bei der EM.