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Hatte er das jetzt wirklich nötig?

kicker

Eine NBA ohne den selbst ernannten "King"? Eigentlich kaum vorstellbar, wenngleich sich Fans auf aller Welt zunehmend mit diesem Gedanken anfreunden müssen.

In den vergangenen Wochen und Monaten näherte James die Diskussionen auch immer wieder selbst, beschrieb seine Karriere "auf der Zielgeraden", das Ende seiner Zeit in der NBA würde "eher früher als später" kommen. Kumulieren würden diese Aussagen - so dachten viele - in "The Second Decision". Einer zu LeBron passenden, voll durch orchestrierten Fernsehsendung, in der er das eigene Narrativ kontrollieren kann.

So hatte er es ja bereits 15 Jahre zuvor getan, als er sich auf maximal medien- und öffentlichkeitswirksame Art und Weise von seinem Heimat-Bundesstaat Ohio - nennen wir es - verabschiedete. Dementsprechend war der Neuauflage am Dienstag durchaus Beachtung zu schenken.

James setzt eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel - doch wofür?

Die Möglichkeit einer Werbemaßnahme war bereits zuvor vielen bewusst. Dass James die konzentrierte Aufmerksamkeit letztlich jedoch für eine peinliche Alkohol-Werbung nutzen sollte, enttäuscht dann aber nochmal mehr. James schadete auf vollkommen unnötige Art und Weise seinem eigenen Image.

Die sportliche Fabelkarriere, die geräuschlose Ehe mit der alten Highschool-Liebe, der Sohn, der ihm in die NBA folgte. James portraitiert für so viele Menschen den aufrechten Superstar. Erfolgreich, aber dennoch geerdet.

So präsentiert er sich ja auch immer wieder auf Social Media. Mit Selbstironie, Witz und Nahbarkeit. Die Geschichte, dass James einer der "cheapesten" NBA-Stars aller Zeiten sei, weil er sich zum Aufsparen seines Datenvolumens, überall zunächst mit dem WLAN verbinde, ist legendär.

Tatsächlich aber, so wirkt diese Aktion, ist James nicht sparsam, sondern das Gegenteil: gierig. 1,3 Milliarden Dollar beträgt laut Forbes inzwischen das Netto-Vermögen des Lakers-Stars. Warum er es da für notwendig erachtet, die gesamte Basketballwelt für eine Werbemaßnahme reinzulegen und damit seine eigene, mühsam aufgebaute Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen - das weiß wahrscheinlich nur er selbst.