"Ich habe während der drei Wochen in Riga viel zu viel geredet", meinte der Coach, nachdem er nach seinem Statement zum Spiel gefragt wurde. "Ich habe nichts zu sagen, weil wir sehr verärgert sind, dass wir ein Spiel verloren haben, welches wir kontrolliert haben. Wir hatten es in der Hand", ärgert sich Ataman. Vor der Partie hatte er seine Mannschaft noch im Vorteil gewähnt.
Bis kurz vor Schluss führte die Türkei, bevor Daniel Theis einen Dreier traf und Dennis Schröder die letzten sechs Punkte der Partie markierte. "Es hätte in beide Richtungen gehen können", merkte der überragende Cedi Osman (23 Punkte) an. "Wir haben am Ende die Kontrolle verloren, aber ich bin stolz auf das Team und die Coaches."
Ataman schweigt zu Sengün-Dreier
Am Ende war es Alperen Sengün, der den möglichen Ausgleich in den Schlusssekunden von der Dreierlinie vergab. Mit 28 Punkten (11/22 FG) war der NBA-Center von den Houston Rockets der beste Spieler auf dem Feld, am Ende waren seine Entscheidungen aber nicht immer glücklich.
Es war auch bezeichnend, dass Ataman den Dreier von Sengün unkommentiert ließ. "Ich sage sehr ungern etwas zu den Entscheidungen meiner Spieler", sagte Ataman schmallippig.
Für die Türkei ist es dennoch einer der größten Erfolge der Verbandsgeschichte. Zuvor gewann man lediglich Silber bei der Heim-EM 2001 sowie der Heim-WM 2010.
Kommentar zum deutschen EM-Titel: Ein Team voller Siegertypen