Fehlercode: %{errorCode}

Hot Takes zum Saisonstart: Finals für Orlando - Warriors enttäuschen

kicker

Orlando gewinnt den Osten

Jalen Suggs’ Verletzung schmerzt immer noch. Nicht, weil sich mit dem Knie des Point Guards vergangene Saison auch die Stabilität verabschiedete. Vor allem, weil Suggs laut Aussagen von Coach Jamahl Mosley nicht zwingend zum Saisonstart fit wird. Was auch heißt, dass Reha und nicht die Arbeit am Spiel über den Sommer im Fokus stand. Suggs dürfte also etwas brauchen, um in Form zu kommen.

Gleichzeitig zählen für Orlando spätestens seit dem Trade für Desmond Bane vor allem die Playoffs. Die Magic wollen gewinnen - und haben nun alle Möglichkeiten. Mit Tyus Jones als Point Guard dürfte die Defense ein wenig leiden, gleichzeitig könnte er mit seinem Shooting und Organisationstalent der Offense helfen, sie auch dann orchestrieren, wenn er nach dessen Comeback Minutenlast von Suggs nimmt.

Dass Orlando Richtung Playoffs defensiv groß nachlässt, ist zudem so wahrscheinlich wie ein Spiel, in dem Moritz Wagner ganz entspannt auf der Bank zurücklehnt. Eine der besten Defenses der vergangenen Jahre hat im Grunde dieselben Voraussetzungen. Entscheidend ist die Offense. Die lag letzte Saison auf Rang 22. Desmond Bane sollte mit seinem Wurf und seinen Fähigkeiten, Würfe selbst zu kreieren, einiges öffnen.

Zudem sind Franz Wagner und Paolo Banchero, so gut sie schon waren, noch jung und haben entsprechendes Entwicklungspotenzial. Beschleunigen die Magic ihre Offense, profitiert Franz. Wohl auch Banchero. Schnelleres Spiel erfordert schnellere Entscheidungen - und mit deren Hilfe findet Banchero seinen Weg zielstrebiger, wird er wegen seines Körpers und seiner Explosivität noch komplizierter zu verteidigen. Am Ende hat Orlando nun das Potenzial zu einer soliden bis guten Offense. Gepaart mit einer der besten Defenses der Liga katapultiert das die Magic an die Spitze im schwächelnden Osten. Gerade in den Playoffs, wenn Cleveland zuletzt immer Probleme bekam…

Die Warriors erreichen maximal das Play-in

Talent hat Golden State - auch ohne Jonathan Kuminga, dessen am Ende (von beiden Seiten) halbherzige Vertragsverlängerung sich hinzog, als spielten die Bad-Boy-Pistons in Zeiten der Official Reviews. Mit Al Horford kam nun sogar ein kluger Center mit Wurf, der theoretisch an Draymond Greens Seite spielen, smart verteidigen und das Feld breit machen kann. Das Ceiling des Teams bleibt hoch. Gleichzeitig wäre eine Starting Five aus Steph Curry, Buddy Hield, Jimmy Butler, Draymond Green und Al Horford im Schnitt 35,8 Jahre alt. Ersetzt Brandin Podziemski Hield, sinkt er auf 33,8 Jahre.

Damit bleibt die Frage, wie die Warriors durch die Saison kommen - so platt es manchmal klingen mag. Problem: Der Westen verzeiht kaum bis nichts; und die, die reinkommen können, sind solide, aber eher nicht so gut, dass sie Golden State (mit)tragen können, wenn Curry, Butler, Green oder Horford mal eine (längere) Pause brauchen. Fällt einer längerfristig aus, mangelt es schlicht an dauerhaft verlässlichem Ersatz. Kuminga zeigte gegen Minnesota, dass er Scoring schultern kann. Das klare Aus selbst konnte er jedoch nicht verhindern - und die Rollenfrage scheint immer noch nicht ausdiskutiert zu sein.

Dazu kommt die Konkurrenz: Landen die Thunder, Rockets, Lakers, Clippers, Wolves und Nuggets erneut vor Golden State, käme das eine Sensation nicht einmal im Ansatz nahe. Dazu könnten die Spurs und Mavs vorbeiziehen. Memphis bleibt wegen Gesundheitsfragen die große Unbekannte. Fitte Warriors können es mit jedem aufnehmen. Nur wie gesund kommen sie durch die Saison? Und welcher Prozentsatz ihres Potenzials steht den Warriors am Ende einer langen, harten Spielzeit noch zur Verfügung?

OKC knackt die 70 Siege

Gut, eventuell dürften sogar Kinder diese Herdplatte anfassen. So lauwarm mag sie erscheinen. Aber da in der Geschichte erst zwei Teams die 70-Siege-Marke knackten, können wir es eben auch nicht einfach voraussetzen - wenngleich die Argumentationslinie der Thunder durchaus Sinn ergibt. 68 Spiele gewannen sie vergangene Saison, ehe sie ihre erste Meisterschaft gewannen. Dabei verpasste Chet Holmgren insgesamt 50 von 82 Regular-Season-Partien. Bei Isaiah Hartenstein waren es 25. Häufig musste OKC ohne einen ihrer beiden besten Center, teilweise ganz ohne auskommen. Es half wenig.

Für den Moment sind beide fit, was die Grundvoraussetzungen per se verbessert. Dazu kommt das Potenzial. Die Thunder mögen Champion sein, nur feiern sie ihre Ringnacht nicht am Ende ihrer Reise. Sie stehen immer noch relativ am Anfang. Gerade Jalen Williams, der nach seiner Hand-OP und Pause eventuell bis nach Saisonstart sicher erst in Schwung kommen muss, und vor allem Holmgren können noch größere Sprünge machen. Vor allem letzterer ist interessant, da seine Offense in Sachen schnellen Entscheidungen einen klaren Hebel bietet. Da sollten die Thunder noch besser werden - mindestens zwei Siege besser.

Ayton ist ein Steal - und die Lakers verlieren dennoch

Gut acht Millionen Dollar bezahlen die Lakers Deandre Ayton für die kommende Saison. Damit verdient er etwas mehr als Kevon Looney und weniger als Jonas Valanciunas und Luke Kornet. Im Finanzkontext der NBA hat LA damit einen soliden Center - spielerisch potenziell einiges mehr. Nur gut vier Jahre ist es her, dass Ayton mit den Suns in den Finals stand; und daran größten Anteil hatte. Er verteidigte, reboundete (11,8 Rebounds) und punktete (15,8 Punkte bei 65,8 Prozent FG). Danach ging etwas zu Bruch. Ayton verließ Phoenix und spielte in Portland um einen Platz in der Lottery.

Das sah selten richtig gut aus. Am Ende kauften die Blazers Ayton aus seinem Vertrag heraus - und nun hat er etwas zu beweisen. Womöglich kehrt die Motivation zurück, und mit ihr Defense und Rebounding. Zumal er neben Luka Doncic und LeBron James nun bei einem Team mit Ambitionen spielt. Gleichzeitig besitzt Ayton eine Spieleroption für sein zweites Vertragsjahr. Kratzt er an seinen Leistungen von vor vier Jahren, winkt womöglich doch noch ein großer Zahltag. Wovon die Lakers selbstverständlich profitieren würden. Und auch nicht. Ob sie Ayton das große Gehalt bieten können, weiß schließlich niemand. Vielleicht entdecken die Lakers tatsächlich "DominAyton", wie sich der Center einst selbst nannte, um ihn direkt wieder zu verlieren.

Die Knicks haben eine Top3-Offense - diesmal wirklich

Im November 2024 hatten die Knicks die beste Offense der Liga. Im März lagen sie noch auf Rang 21. Mit Jalen Brunson und Karl-Anthony Towns hatten sie hervorragende individuelle Scorer, die noch dazu unterschiedliche Bedrohungsszenarien skizzierten. Gleichzeitig ließ sich die Offense im Laufe der Saison immer besser neutralisieren, da Towns es selten bestrafen konnte, wenn athletische, physisch schwächere Defender gegen ihn standen, die ihn unter Druck setzen konnten. Center sanken gleichzeitig von Josh Hart ab, dessen Dreier in nur 33 Prozent der Fälle durch den Ring glitt.

Immer häufiger stagnierten die Knicks - und genau daran arbeitet Neu-Coach Mike Brown gerade. In Sacramento installierte er einst die damals beste Offense der Liga. Eine, die der Höchstgeschwindigkeit erlag, in der sich alle bewegten. "Read and React": Die Defense lesen und auf sie reagieren. Genau das ist der Plan. Brown bereitet seine Spieler darauf vor, schnellstmöglich selbst Lösungen auf Problemstellungen der Defense zu finden. New York soll flexibler, dynamischer werden. Steht ein Center gegen einen Flügel, wollen die Knicks der Defense beispielsweise vorgaukeln, ein klassisches Pick and Roll zu laufen. Stattdessen fliegt der Ball Richtung Flügel, von wo aus beispielsweise OG Anunoby direkt attackiert.

Potenzial haben die Knicks. Sie haben hervorragende Scorer, dazu Anunoby, der Closeouts attackieren und Mikal Bridges, der auch aus der Mitteldistanz abschließen kann. Brown fügt all das nun zusammen und lässt es von der Kette. Statt (zu) viel auf der Stelle zu dribbeln, setzen die Knicks Defenses durch pointierte Bewegungen auch abseits des Balls unter Druck und schaffen so Raum für Brunson und Towns, ebenso für Anunoby, Bridges, aber auch Hart oder Jordan Clarkson, der Scoring von der Bank bringt.

"Wirklich großartige Offense": Wagner schwärmt nach perfekter Preseason

Im Schatten der Vorwürfe: Kawhi und Co. nehmen Anlauf auf die Spitze

Was der Westbrook-Deal für Schröder und die Kings bedeutet