L.A. Clippers: Was wurde in der Offseason gemacht?
Gebührt ein Großteil der Aufmerksamkeit unter den Hollywood-Bergen traditionell den Los Angeles Lakers, schaffte es die Konkurrenz diesmal beinahe mitzuhalten. Die vermeintlichen Betrugsvorwürfe um die Vertragsverlängerung von Kawhi Leonard bestimmten die Berichterstattung der Clippers weitestgehend und kaschierten dabei, die sportlich wirklich gute Offseason der Franchise.
So gelang es den Kaliforniern mit Bradley Beal einen hervorragenden und zugleich noch deutlich günstigeren Ersatz für Norman Powell an Land zu ziehen. Dieser stand vor einer kostspieligen Verlängerung über 20 Mio. Dollar und wurde für Forward John Collins eingetauscht. Der ehemalige Big Man der Utah Jazz verhilft dem Frontcourt der Clippers zu deutlich mehr Flexibilität und auch Spacing als noch in der vergangenen Saison.
Gleiches gilt auch für Brook Lopez, den man nach sieben Jahren in Milwaukee abwerben konnte. Mit Chris Paul lotste man zudem eine Franchise-Legende - trotz höherer Angebote der Konkurrenz - zurück nach Los Angeles. Darüber hinaus schaffte man es recht geräuschlos mit Point Guard James Harden zu verlängern. Auch Routinier Nicolas Batum unterschrieb für weitere zwei Jahre.
Los Angeles Clippers: Alle Zu- und Abgänge im Sommer
Zugänge:Draft: Yanic Konan Niederhäuser (#30)Free Agency: Brook Lopez (Bucks), Bradley Beal (Suns), Chris Paul (Spurs)Trade: John Collins (Jazz)Extensions: James Harden (2 Jahre, 81,5 Mio. Dollar), Nicolas Batum (2 Jahre, 11,5 Mio. Dollar)
Abgänge:Free Agency: Drew Eubanks (Kings), Amir Coffey, Patty Mills, Ben SimmonsTrade: Norman Powell (Heat)
Los Angeles Clippers: Ausrichtung der Franchise
Der Abgang (ohne Gegenwert) von Paul George ließ die NBA-Welt im Sommer 2024 an der Konkurrenzfähigkeit der Clippers zweifeln. Tatsächlich aber beendete das Team die vergangene reguläre Saison überraschend auf Rang fünf und musste sich erst nach sieben Spielen dem ehemaligen Champion aus Denver geschlagen geben.
Im Sommer gelangen der Franchise nun einige pointierte Verstärkungen. Dazu wirkte Kawhi Leonard unbeeindruckt von seinen Betrugsvorwürfen und präsentierte sich in der Vorbereitung stattdessen in toller Form.
Mit neuem Schwung und jeder Menge Konstanz werden es die Clippers in dieser Saison wenigstens auf das Heimrecht in den Playoffs abgesehen haben. Im hart umkämpften Westen ist das zwar keine leichte Aufgabe, mit einem Sieg mehr wäre das aber bereits in der vergangenen Saison der Fall gewesen.
Los Angeles Clippers: Wo liegen die Schwächen?
Mit 12,5 Dreiern pro Spiel rangierten die Clippers in der vergangenen Saison auf Platz 25 ligaweit, wobei ein Viertel dieser Treffer allein auf das Konto von James Harden gingen. Für mehr Gefahr aus der Distanz dürfte das neue Frontcourt-Duo Lopez und Collins sorgen. Ob Harden noch einmal 79 Spiele abspulen kann, ist dagegen fraglich.
Mit Chris Paul steht zwar ein erfahrenes, aber alterndes Backup parat. "CP3" feierte bereits im Mai seinen 40. Geburtstag und ist damit klar ältester Guard der Liga. Bei den Spurs war seine Produktion zwar immer noch sehr ordentlich, die Quoten zeigten ob seiner schwindenden Athletik aber bereits deutlich nach unten.
Wie immer spielt auch das Thema Verletzungen bei den Clippers eine große Rolle. Nicht zu vergessen, dass Starspieler Leonard auch in 2024/25 nur 30 Mal in der regulären Saison seine Schuhe schnürte. Verstärkt werden könnte diese Beobachtung durch den Fakt, dass Trainer Tyron Lue de facto nur 14 Spieler zur Verfügung stehen. Ein weiterer würde das Team über den First Apron hieven. Von diesen 14
Los Angeles Clippers: Prognose
Die Clippers haben auch in diesem Sommer guten Nutzen aus dem eingesparten George-Gehalt geschlagen und mehrere Top-Free-Agents von sich überzeugt. Dazu dürften die Ergänzungen im Front Court das große Spacing-Problem um Zubac reduzieren.
Nach dem überraschend guten fünften Platz in der Vorsaison hat sich das Team eher noch verbessert. Ein vierter Platz im starken Westen ist gut möglich. Allerdings: Diese Mannschaft ist sehr alt, das könnte für Probleme sorgen.
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