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Jagd auf OKC: Das sind die Top-5-Herausforderer der neuen Saison

kicker

Denver Nuggets

Sechs Spiele lang bewegten sich die Nuggets auf Augenhöhe der Thunder. Denver legte vor, konterte, konnte in Spiel 7 aber nicht mehr nachlegen. Einerseits fand OKC Mittel gegen Jokic, andererseits machte sich der Tiefenunterschied bemerkbar. Der spätere Meister konnte rennen, rennen, rennen, weil er wechseln, wechseln, wechseln konnte. Denver gingen ein wenig Luft und Alternativen aus. Das dürfte sich nun ändern.

Im Sommer wechselten Cam Johnson, Bruce Brown, Tim Hardaway Jr. und Jonas Valanciunas zu den Nuggets. Aus der echten Rotation verloren sie lediglich Michael Porter Jr. Damit hat Denver plötzlich so etwas wie Tiefe. Johnson dürfte für Porter Jr. in die erste Fünf rutschen. Zwar ist er etwas kleiner, dafür wirft er ähnlich gut von draußen (39 vs. 39,5 Prozent 3FG), verteidigt potenziell besser und kann zudem zum Ring gehen. Allein das eröffnet Coach David Adelman mehr Möglichkeiten.

Denver Nuggets: Kader, Spieler, Verträge

Spielt Bruce Brown nach zwei eher durchwachsenen Jahren wieder ähnlich wie während Denvers Meistersaison, haben die Nuggets zudem einen verteidigenden Backup-Point-Guard. Hardaway Jr. ist womöglich nicht der verlässlichste Schütze, strahlt aber durchaus Gefahr von draußen aus. Etwas, das Denver seit Jahren abgeht.

Zudem haben die Nuggets in Valanciunas nun endlich einen echten Backup-Center, der Jokic während der Regular Season Pausen geben kann. Die Minuten ohne den dreifachen MVP sollten mit dem Litauer nicht mehr ganz so kompliziert sein. Beim Media Day sprach Adelman zudem davon, beide womöglich auch gemeinsam zu testen. Defensiv brächte das womöglich schwer zu kaschierende Mobilitätsprobleme, dafür dürften die Nuggets einen Großteil der Rebounds einsammeln, was gerade offensiv helfen sollte.

Insgesamt ist Denver in diesem Jahr einerseits deutlich vielseitiger, andererseits deutlich tiefer. So dürften sie ausgeruhter in die Playoffs gehen, zudem mehr Möglichkeiten haben, um Antworten gegnerischer Teams mit neuen Fragestellungen zu begegnen. Das macht sie noch gefährlicher als vergangene Saison - und da hatte der Meister schon alle Hände voll zu tun…

Houston Rockets

Wenn dir zum ganz großen Glück ein echter Scorer fehlt und du einen der besten der vergangenen 15 Jahre bekommst, ohne deinen talentierten Kern komplett opfern zu müssen, wachsen überall bunte Blumen. Houston terrorisierte gegnerische Offense vergangenes Jahr bereits mit Länge und Athletik, mit den "Terror-Twins" Amen Thompson und Tari Eason, mit Physis und ausgezeichneter Organisation. Dank laut Cleaning the Glass auf 100 Ballbesitze gerechnet nur 110,8 zugelassener Punkte (Rang 4) stand am Ende das viertbeste Point Differential der NBA (5,4).

Offensiv waren die Rockets jedoch häufig darauf angewiesen, Rebounds einzusammeln. Das gelang dank guter Arbeit am offensiven Brett zwar häufiger als bei jedem anderen Team, in den Playoffs machte sich die mangelnde Dynamik jedoch bemerkbar. Im Halbfeld taten sich die Rockets gegen Golden State schwer, verlässlich zu scoren. Auch, weil Jalen Green zwar explodieren, jedoch ebenso gut abtauchen kann.

Green spielt kommende Saison in Phoenix. Dafür kam Kevin Durant. Dass Houston nun einen hat, der sich regelmäßig seinen eigenen Wurf erarbeiten, der auch dann scoren kann, wenn die Offense eigentlich zum Erliegen kommt, macht die Rockets deutlich gefährlicher. Zumal KD damit mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht, was auch Alperen Sengün helfen sollte.

Houston Rockets: Kader, Spieler, Verträge

Gleichzeitig wirkte es während der EuroBasket, als habe der Center selbst einen weiteren Entwicklungsschritt unternommen. Sengün scorte rund um die Zone, wie er wollte, wirkte dabei zielstrebiger und klarer als noch in den Playoffs. Kann er das auf die NBA übersetzen, schafft Sengün damit selbst Raum für KD und hebt Houstons Halbfeld-Offense auf ein neues Level.

Fragezeichen ergeben sich durch Fred vanVleets Kreuzbandriss, durch den die Rockets ohne bewiesenen Starting-Point-Guard dastehen. Zumal vanVleet als ordnende Hand das Spiel ausbalancieren und beruhigte. Was kann Reed Sheppard als ehemaliger Nummer-3-Pick, der in seiner Rookie-Saison kaum Spielzeit bekam, geben? Oder übernimmt Amen Thompson? Dessen Playmaking sieht anders aus als VanVleets, dynamischer, wilder, womöglich wächst er jedoch.

So oder so ist Houston vielseitig - auf dem Flügel kam Dorian Finney-Smith -, tief, physisch - Clint Capela kehrte zurück, dazu gibt es immer noch Jabari Smith Jr. - und hat nun einen ausgewiesenen Scorer. Einfacher wird es für potenzielle Playoff-Gegner sicher nicht.

Minnesota Timberwolves

Irgendwie standen die Wolves in den vergangenen Jahren immer kurz davor, um dann doch irgendwie chancenlos zu sein. 2024 schockten sie den damals amtierenden Meister aus Denver in Runde zwei, um in den Conference Finals Dallas mit 1:4 zu unterliegen. Vergangene Saison schieden sie klar gegen die Thunder aus, nachdem sie die Lakers in Runde eins dominiert hatten. Schlussfolgerung: Minnesota zählt zu den besten Teams der Liga. Irgendetwas fehlte aber bislang. Ob das nun anders ist?

Mit Nickeil Alexander-Walker verloren die Wolves einen ihrer besten Verteidiger am Ball. Neuzugänge gab es bislang keine. Mike Conley ist ein weiteres Jahr älter, dennoch unverzichtbar. Shooting und Creation kam nichts neues hinzu. Und dennoch bleibt Minnesota gefährlich.

Anthony Edwards kündigte an, sein Spiel über den Sommer erweitert zu haben. Er habe Michael Jordan und Kobe Bryant genau zugesehen und daher sein Post-Game rund um die Zone geschliffen. Tatsächlich fügte ANT seinem Spiel bislang jeden Sommer etwas hinzu. Einer der besten jungen Spieler der Liga wird von Jahr zu Jahr besser. Allein das könnte Minnesotas Ceiling noch einmal ein Stück anheben.

Minnesota Timberwolves: Kader, Spieler, Verträge

Dazu kommt die Frage, ob Rob Dillingham mittlerweile NBA-bereit ist. Obwohl die Wolves im Draft 2024 für den Point Guard hochtradeten, sah er vergangene Saison kaum Spielzeit. Dabei wäre er als Conley-Erbe fast unverzichtbar. Im Hier und in der Zukunft. Womöglich bekommt auch Donte DiVincenzon Spielzeit neben Edwards und übergibt Playmaking-Aufgaben an ANT. Seinen Wurf stabilisierte der ehemalige Knick nach Anlaufschwierigkeiten in Minnesota, verlor ihn in den Playoffs aber wieder (31,8 Prozent 3FG). Kehrt das Gefühl von draußen zurück, ist DiVincenzon eine gefährliche Waffe.

Ähnliches gilt für Jaden McDaniels, einen der besten Flügelverteidiger der Liga, der offensiv immer wieder Highlights setzt, um danach wieder ein wenig abzutauchen. Bringt er Konstanz in seine Offense, wirkt Minnesota noch gefährlicher. Zumal das Team wieder eine elitäre, physische Defense stellen sollte, die anderen Teams gerade in den Playoffs Schweißbäche auf die Stirn treibt, während Julius Randle in der vergangenen Postseason einen großen Sprung machte. Am Ende verspricht die Mischung aus einem der besten Spieler der Liga, viel Länge, Physis und Defense erneut beste Chancen auf einen tiefen Playoff-Run.

Cleveland Cavaliers

Weshalb Orlando ein Kandidat für den ganz großen Sprung ist, eventuell sogar Finals-Chancen besitzt, ist ausdiskutiert. Ein Grund: der nach den Verletzungen von Jayson Tatum und Tyrese Haliburton überschaubar starke Osten. Und da einer ja in die Finals muss, dürfen sich auch die Cavs Chancen auf ein Duell mit dem Besten aus dem Westen ausrechnen. Wobei das noch andere Gründe hat. Trotz erneut maximal enttäuschender Playoffs.

Statt nach einer dominanten Regular Season Richtung Finals zu stürmen, überrannten die Pacers den Favoriten bereits in Runde zwei. Mal wieder übersetzten die Cavs ihre Qualitäten nicht komplett in die Playoffs. Und jetzt?

Cleveland Cavaliers: Kader, Spieler, Verträge

Talent bleibt auch nach Ty Jeromes Abgang Richtung Memphis. Donovan Mitchell zählt weiter zu den besten Guards, Evan Mobley zu den besten Großen der Liga. Der Fokus fällt damit zwangsläufig auf Darius Garland und Jarrett Allen, die beide nicht ihre besten Playoffs spielten. Ersterer auch, weil er sich in Runde eins gegen Miami am Zeh verletzte. Fit war Garland danach nicht mehr und musste sich im Sommer operieren lassen. Den Saisonstart dürfte er verpassen. Gleichzeitig soll der Point Guard Muskeln aufgebaut haben. Mehr Physis, weniger defensive Angriffsfläche, scheint die Idee zu sein.

Grundsätzlich ergibt es aus Cavs-Sicht durchaus Sinn, den Weg weiterzugehen und sich Sicherheit anzueignen. Kenny Atkinson beschleunigte das Team mit seiner Übernahme als Headcoach und öffnete damit das Spiel nicht zuletzt für Mobley. Offensiv zählen die Cavs zum Besten, was die Liga anzubieten hat. Die Frage ist eher, wie sie auf Physis und Lösungen des Gegners reagieren. Auch das dürfte Gegenstand diverser Sommerüberlegungen gewesen sein.

Hilfreich ist, dass De’Andre Hunter nun eine ganze Vorbereitung mit dem Team hat, nachdem er im Februar via Trade aus Atlanta kam. Und konservieren die Cavs Lonzo Ball bis zu den Playoffs, haben sie einen klugen Backup-Playmaker, der mit seinem Wurf das Feld breit machen kann. Erneut beste Voraussetzungen für einen tiefen Run.

New York Knicks

Am Ende gingen den Knicks auch ein bisschen die Antworten aus. Indiana war zu schnell, auch zu gut, und so endete New Yorks Traum von den ersten Finals seit 1999. Ein Thema: die fehlende Tiefe. Erst im Laufe der Conference Finals schenkten Coach Tom Thibodeau auch seiner Bank etwas mehr Vertrauen. Zu spät. Nachfolger Mike Brown dürfte schneller Richtung Reserve blicken. Auch, weil die Auswahl größer ist.

Neben Miles McBride und Josh Hart oder Mitchell Robinson sitzen nun ganz sicher Jordan Clarkson, Guerschon Yabusele, eventuell auch Malcolm Brogdon und Landy Shamet. Tyler Kolleck und Ariel Hukporti bleiben womöglich ebenfalls. Das schafft Möglichkeiten. Einerseits bekommen die Starter, die Thibodeau ans Minutenmaximum komplimentierte, mehr Pausen, andererseits können Brown und sein Coaching Staff mehr experimentieren.

New York Knicks: Kader, Spieler, Verträge

Überhaupt herrscht in New York Hoffnung, dass der neue Headcoach der Offense mehr Flexibilität und Variabilität verleiht, Mikal Bridges eventuell mehr einbindet, um ihn zu einer konstanteren dritten Option neben Jalen Brunson und Karl-Anthony Towns zu machen.

In entscheidenden Situation dürfte der Ball (zurecht) häufig Brunsons Hände finden. Mehr Möglichkeiten schaffen jedoch mehr Problemstellungen für gegnerisches Defenses, und die "neuen" Knicks scheinen dafür besser ausgerüstet zu sein. Das Talent der ersten Fünf bleibt extrem hoch, wenngleich sie weiterhin defensive Angriffsfläche bietet. Am Ende könnte es diesmal tatsächlich klappen mit den ersten Finals seit Latrell Spreewell.

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