"Bisher haben wir nur den Plan gehört oder das Feuerwerk darüber, wie großartig das alles werden soll und wie viel Potenzial es gibt", sagte Motiejunas. "Aber eine Theorie zu haben, ist das eine, es umzusetzen, etwas ganz anderes", führte er aus und ging mit Nachdruck auf die langjährige Existenz der EuroLeague ein: "Wir sind jetzt seit 26 Jahren dabei. Wir wissen, wie Europa funktioniert."
Die NBA Europe will bereits im Herbst 2027 an den Start gehen, bisher sind aber nur abstrakte Pläne bekannt. So will die Liga mit einem Teilnehmerfeld aus 16 Teams an den Start gehen, von denen zwölf fest gesetzt sind und vier sich qualifizieren können. Welche fixen Teams dabei sein sollen, ist auch noch unklar, derzeit soll die NBA an einer Finanzierungsform arbeiten.
Motiejunas über NBA Europe: "Nicht Konkretes"
"Die NBA kündigt seit einem Jahr immer wieder Dinge an, aber es gibt immer noch nichts Konkretes, woran man sich festhalten kann. Als Geschäftsleute - das sind ja Teambesitzer - merken sie langsam auch, dass sich dieses 'Wir verkünden es später' wie eine kaputte Schallplatte wiederholt. Der Start 2027 steht schließlich schon fast vor der Tür", ergänzte Motiejunas.
Von den aktuellen Anteilseignern der EuroLeague haben bisher nur Real Madrid, Fenerbahce und ASVEL ihre Lizenz nicht verlängert. Der FC Barcelona, der lange als NBA-Europe-Standort im Gespräch war, einigte sich erst vor Kurzem auf eine neue Lizenz über zehn Jahre. "Natürlich ist das eine große Sache. Es ist eine wichtige Marke, und wir freuen uns, dass sie sich dazu bekannt haben", kommentierte der CEO.
Im Rahmen des NBA Berlin Games hatte NBA-Commissioner Adam Silver zuletzt mit Berlin als Standort für die NBA Europe geflirtet.
Nowitzki zu Europaplänen der NBA: "Ein tougher Zeitplan"