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Leere Halle für den Weltmeister? Warum das nicht überrascht

kicker

Aus Tampere/Finnland berichtet Robert Arndt.

Die Bilder von vor drei Jahren sind noch immer präsent, als Basketball-Europa in Köln ein riesiges Fest feierte. Die damalige EM-Gruppe mit Deutschland, Frankreich, Litauen oder Slowenien war nicht nur hochkarätig besetzt, sondern wurde auch von den Zuschauern hervorragend angenommen.

Zu allen Spielen kamen mindestens 10.000 Zuschauer, also auch denen, die ohne Gastgeber Deutschland ausgetragen wurden. Im Schnitt waren es sogar 14.693 Zahlende - das ist mit Abstand der Bestwert für Spiele einer Gruppenphase, wenn man die Spiele des Hosts außen vor lässt.

In Tampere wird man solche Werte nicht erreichen. Zum einen, weil die Halle "nur" knapp 12.000 Zuschauer fasst, zum anderen weil das Interesse einfach nicht so groß ist. Rund 300 deutsche Schlachtenbummler unterstützten immerhin den Weltmeister und waren durchaus auch zu hören. "Da war schon Support da, das war schön zu hören", merkte Oscar da Silva im Gespräch mit basketball-world.news an. "Wir müssen selbst die Energie finden, aber wir haben über die Jahre eine Gemeinschaft aufgebaut, mit der wir die Energie auch selbst schaffen können."

Mehr Zuschauer in Tampere erwartet

Das Spiel der Finnen am Abend war dann ausverkauft, das dürfte auch für die restlichen Spiele von "Suomi" gelten. Deren Fans verwandelten die Halle in einen echten Hexenkessel, schon beim Singen der Hymne wurde Gänsehautatmosphäre erzeugt. Dass das bei anderen Partien viele Plätze leer bleiben, hat man in Tampere nicht exklusiv.

Europameister Spanien blamierte sich vor gerade einmal 1.520 Schaulustigen in Limassol, in Riga wollten nur knapp über 1.000 Menschen die Partie zwischen Tschechien und Portugal sehen. Auch historisch gesehen ist das keine Anomalie. Seit der Umstellung auf vier Standorte gab es nur in vier Gruppen einen Zuschauerschnitt von über 4.000, wenn man die Spiele der Gastgeber nicht einbezieht - Berlin 2015 (5.500 Zuschauer) sowie Prag (4.509) und Mailand im Jahr 2022 (4.268), plus der absolute Rekordhalter Köln.

Daran gemessen ist der Start in Tampere vielversprechend, am Wochenende wird auch für die Nachmittagsspiele mit einem größeren Andrang gerechnet, auch wenn vermutlich nur die Spiele der Finnen für volle Ränge sorgen werden.

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