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Luxussteuer erklärt: Was sind First und Second Apron?

kicker

Was sind Soft Cap und Hard Cap?

Diese Begriffe zielen auf die Gehaltsstruktur in der NBA ab. Jede Mannschaft darf nur einen festgeschriebenen Betrag an seine Spieler verteilen. Damit soll ein fairer Wettbewerb unter allen 30 Teams gewährleistet werden.

In der NBA gilt in der Regel ein Soft Cap. Das bedeutet: sollte eine Franchise mit ihren Kaderkosten eine bestimmte Schwelle überschreiten, greifen zusätzliche Sanktionen. Teams, die gewisse Tools nutzen, unterliegen allerdings einem Hard Cap.

Was ist die Luxussteuer?

Sobald eine Mannschaft den Salary Cap, also die Gehaltsobergrenze überschreitet, muss sie eine Steuer auf jeden darüber hinaus ausgegebenen Dollar bezahlen. Die Luxussteuer-Sätze steigen in Stufen an; seit 2025/26 sind die unteren Stufen etwas günstiger, dafür werden höhere Überziehungen und vor allem Wiederholungstäter (Repeater) deutlich stärker belastet. Kurz gesagt: Je tiefer ein Team in die Steuer rutscht - und je öfter - desto teurer wird jeder zusätzliche Dollar.

Wie hoch sind die Luxussteuern?

Die NBA-Luxussteuer funktioniert wie eine progressive Skala: Je weiter ein Team über der Steuergrenze liegt, desto höher wird der Satz pro weiterem Dollar. Der Überbetrag wird in Blöcke (ungefähr 5 Mio. Dollar) eingeteilt, wobei für jeden Block ein höherer Steuersatz gilt. So zahlt man für die "ersten" Millionen über der Grenze noch deutlich weniger als für die nächsten - ganz oben wird’s richtig teuer.

Einen nochmal erhöhten Steuersatz gibt es für so genannte "Repeater". Das sind Mannschaften, die in mindestens drei der vergangenen vier Saisons bereits über der Luxussteuer-Grenze lagen.

Was sind die Aprons?

Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt: Auch hohe Steuersätze schrecken finanzstarke Mannschaften nicht ab. Die Teams aus großen Metropolen wie Los Angeles oder New York nehmen deutlich mehr Geld ein, als solche aus kleineren "Märkten". Diese Finanzmittel ermöglichten es ihnen, sich tiefer und länger im Bereich der Luxussteuer aufzuhalten.

Im Rahmen des jüngsten Tarifvertrags führte die NBA deshalb zusätzliche Sanktionen für jene Franchises ein. Diese sind weniger mit finanziellen Konsequenzen verbunden, als mit dem Verlust verschiedener Rechte, wie dem Pick im NBA-Draft.

First Apron

Der First Apron liegt in der Saison 2025/26 bei 195,945 Millionen Dollar. Folgende Sanktionen greifen für Teams, die diese Marke überschreiten:

- Buyout-Sperre: Verbot der Verpflichtung von Spielern, die noch in derselben Saison mit einem Gehalt über der Non-Taxpayer-MLE gewaived wurden. Das beschneidet den Buyout-Markt.

- Trade-Matching-Beschränkung: Verbot in einem Trade mehr Gehalt aufzunehmen, als man abgibt.

- Aufhebung von Trade-Exceptions aus dem Vorjahr

- Möglicher Hard Cap: In bestimmen Fällen kommt es für die First-Apron-Teams auch zu einem Hard Cap, also einer Gehaltsobergrenze, die faktisch nicht überschritten werden darf. Diese Konsequenz tritt in ein, wenn ein Team entweder Gebrauch von der Non-Taxpayer Mid-Level-Exception oder der Bi-Annual Exception macht oder einen Spieler via Sign-and-Trade unter Vertrag nimmt.

Second Apron

Etwas mehr als zehn Millionen Dollar darüber, aktuelle bei 207,824 Mio. Dollar, liegt der Second Apron. Betroffene Mannschaften leiden hier unter allen Sanktionen, die im Punkt First Apron beschrieben wurden, sowie zusätzlich unter den folgenden:

- Verlust jeglicher Mid-Level-Exceptions

- Keine Aggregation von Gehältern: Teams dürfen Verträge mehrerer Spieler nicht mehr bündeln, um einen höher bezahlten Spieler via Trade zu verpflichten

- Verbot der Aufnahme von Spielern via Sign-and-Trade

- "Frozen Pick": Beendet ein Team eine Saison über dem Second Apron, wird dessen Erstrundenpick in sieben Jahren "eingefroren" und darf damit nicht mehr getradet werden. Sollte das Team auch in zwei der folgenden vier Jahre über dem Second Apron liegen, rutscht der Pick automatisch ans Ende der ersten Draftrunde. Dieser Vorgang kann rückgängig gemacht werden, indem man in drei von vier Jahren unter der Schwelle bleibt.

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