Motiejunas wird deutlich
Schweitzer hatte in einem LinkedIn-Post geschrieben, dass die EuroLeague 200 Millionen Euro Verlust pro Jahr einfährt. Motiejunas antwortete darauf, dass dies schlichtweg falsch sei und führte aus: "Sein Kommentar ging vermutlich eher darum, dass die Teams Verluste machen, aber nicht die Liga selbst", meinte der Litauer am Samstag.
"Wir sind eine Liga, die Gewinne einfährt und diese geben wir an die Teams weiter, die unsere Shareholder sind." Gemeint sind damit die 13 Teams, welche eine A-Lizenz halten. Alba Berlin zählte nicht dazu, der FC Bayern München dagegen schon. Dies war stets eine Kritik der Berliner, die für eine Teilnahme an der EuroLeague zahlen mussten. So ärgerte es Geschäftsführer Marco Baldi, dass man so die Verluste anderer Teams querfinanzierte.
Stattdessen wird Berlin in der kommenden Saison in der von der FIBA ausgerichteten Champions League antreten, was Motiejunas süffisant kommentierte. "Es ist schade, dass es solche Kommentare gibt, weil diese Liga in den vergangenen beiden Jahren 15 Millionen Euro an Verlusten eingefahren hat."
Stattdessen merkte der CEO an, dass jeder für sein eigenes Glück verantwortlich sei. "Wir haben Teams, die gut wirtschaften und sogar Gewinne erzielen, weil sie an der EuroLeague teilnehmen. Die EuroLeague ist eine Chance, um Profit zu machen. Manche Teams nutzen diese Chance, während bei anderen noch Luft zur Verbesserung besteht", so Motiejunas, der damit noch eine weitere Spitze gegen Alba absetzte.
Die Berliner waren in den vergangenen beiden Jahren kaum konkurrenzfähig und beendeten die Hauptrunde mit jeweils nur fünf Siegen aus 34 Spielen auf dem letzten Platz in der EuroLeague.