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Mit China-Jokic aus der Krise? Wie Portland die Playoff-Rückkehr anpeilt

kicker

13,, 13., 15., 12. Die Regular-Season-Bilanz der Portland Trail Blazers der vergangenen Jahre liest sich ernüchternd. Seit 2021 schaffte es das Team aus Nordwesten der USA nicht mehr aus dem Tabellenkeller der Western Conference.

Ein Fakt, der allerdings durchaus Mut machen dürfte: Nach der völlig verkorksten ersten Saisonhälfte 2024/25, ging die Formkurve im zweiten Teil deutlich nach oben. 23 ihrer finalen 41 Spiele gewannen die Trail Blazers und stellten dabei eine Top-3-Defensive der Liga (110,0 DRAT). Daran will man auch in der kommenden Spielzeit anknüpfen.

Portland Trail Blazers: Was wurde in der Offseason gemacht?

Historisch sind die Trail Blazers nicht wirklich für ihre großen Offseason-Aktionen bekannt. In diesem Sommer war das anders. Alles nahm bereits Ende Juni seinen Lauf, als man sich im NBA-Draft überraschend und kurzfristig für den jungen chinesischen Center Yang Hansen entschied.

Der 2,16 Meter große Big Man weist in seiner Spielweise durchaus Parallelen zu NBA-Größen wie Nikola Jokic oder Landsmann Yao Ming auf, stellte das auch in der Summer League eindrucksvoll unter Beweis. Ob dieser ungeschliffene Diamant aber auch wirklich in der regulären Saison umgehend eine größere Rolle wird einnehmen können, ist zu bezweifeln. Immerhin genügte für Hansens Draft-Nominierung auch der 16. anstelle des eigenen elften Picks, weshalb man kurzerhand einen Trade mit den Memphis Grizzlies in die Wege leitete. An dessen Ende war man neben Hansen auch um einen Erstrundenpick (Orlando Magic, 2028) und zwei Zweitrundenpicks reicher.

Hansen dürfte in der kommenden Saison allerdings nur die zweite Geige hinter Donovan Clingan spielen - auch weil man mit Deandre Ayton endlich ein teures Missverständnis verabschiedete. Der Max-Vertrag-Spieler durfte Oregon nach einem Buyout verlassen und hat sich inzwischen den Lakers angeschlossen.

Anfang Juli versetzten die Trail Blazers die NBA-Welt dann erneut ins Staunen. Jungstar Anfernee Simons wurde zusammen mit zwei Zweitrundenpicks für den 35-jährigen Jrue Holiday nach Boston getradet. Knapp zwei Wochen später bekam das ohnehin bereits mächtig aufgepolsterte Backcourt des Teams dann noch ein weiteres Upgrade. Franchise-Legende Damian Lillard unterschrieb, nach seinem Buyout in Milwaukee und trotz langfristiger Verletzung, einen Dreijahresvertrag in Rip City.

Yang Hansen: "Chinesischer Jokic" oder von langer Hand fehlgeplanter Irrtum?

Portland Trail Blazers: Alle Zu- und Abgänge im Überblick

Zugänge:Draft: Hansen Yang (#16)Free Agency: Damian Lillard (Bucks)Trade: Jrue Holiday (Celtics), Blake Wesley (San Antonio Spurs)Extension: Toumani Camara (4 Jahre, 82 Mio. Dollar), Shaedon Sharpe (4 Jahre, 90 Mio. Dollar)

Abgänge: Free Agency: Deandre Ayton (Lakers)Trade: Anfernee Simons (Celtics)

Portland Trail Blazers: Wie ist die Ausrichtung der Franchise?

Nach vier Jahren im Tabellenkeller ist die Ausrichtung der Portland Trail Blazers klar: Erstmals seit 2021 soll die Rückkehr in die Playoffs gelingen. Die zweite Hälfte der vergangenen Spielzeit dürfte die Verantwortlichen da durchaus hoffnungsvoll gestimmt haben.

In Deni Avdija und Shaedon Sharpe verfügt das Team bereits über zwei 20+-Punkte-Spieler. Toumani Camara spulte in den finalen 41 Partien sogar die meisten Minuten ab und hatte an der hervorragenden Defensivleistung einen entscheidenden Anteil, wofür er auch mit einer Nominierung im All-Defensive-Second-Team belohnt wurde.

In Jrue Holiday verstärkte sich das Team zudem mit einem weiteren Defensivspezialisten, dessen Erfahrung für das ansonsten noch so junge Backcourt ebenfalls von großer Bedeutung sein wird. Diese dürfte vor allem dem ehemaligen Nr. 3-Pick Scoot Henderson zugutekommen, der von der Bank kommend in der vergangenen Saison nochmal einen Schritt nach vorn machte (gesteigerte Effizienz in nahezu allen Bereichen).

Insgesamt befindet man sich als Franchise dennoch in einer Übergangsphase. Damian Lillard fällt nach seinem Riss der Achillessehne voraussichtlich für die gesamte nächste Saison aus. Dazu sind die Trail Blazers noch immer eines der jüngsten Teams der Liga. Ein tatsächlicher Angriff auf die Top 5 im Westen ist dann wohl erst in der darauffolgenden Spielzeit zu erwarten.

Portland Trail Blazers: Wo liegen die Schwächen?

Wenngleich Portland in Teil zwei der vergangenen Saison eine hervorragende Defensive aufstellte und mit einem Defensivrating von 110 sogar den dritten Platz ligaweit einnimmt, war man auf der anderen Seite des Parketts nicht immer allen Zweifeln erhaben. Mit einem Offensivrating von 113,5 ordnen sich die Trail Blazers nur auf Rang 20 ein.

Die 39,4 genommenen Dreier pro Abend sind zwar ein Top-10-Wert in der NBA (9.), die Trefferquote liegt mit 34,4 Prozent jedoch deutlich unter dem Durchschnitt (24.). In Anfernee Simons verlor das Team nun einen weiteren soliden Schützen aus der Distanz, der im Schnitt 3,1 Dreier bei einer Quote von 36,3 Prozent beisteuerte.

Prognose für die NBA-Saison

Portland hat sich in den vergangenen Jahren ein junges, dynamisches Team zusammengestellt, welches auch weiterhin über jede Menge Potenzial verfügt. Dabei definiert sich die Mannschaft von Trainer Chauncey Billups bereits jetzt über ihre Defensive - eine Grundvoraussetzung für jeglichen Erfolg. Die eventuelle Rückkehr in die Playoffs - oder zumindest Play-Ins - hängt dabei stark davon ab, ob man auch offensiv den nächsten Schritt gehen kann. Im hart umkämpften Westen werden allerdings keine Geschenke verteilt.

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