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Mit XXL-Umbruch zurück in die Playoffs?

kicker

Meister, Pokalsieger, Champions-Cup-Gewinner. Das Resümee der Baskets Oldenburg in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten ließt sich durchaus beeindruckend. Nach der letzten Vizemeisterschaft im Jahr 2017 warten die Niedersachsen allerdings auf den nächsten Erfolg.

Überhaupt schaffte es Oldenburg in den vergangenen vier Jahren nur noch einmal in die Playoffs. Mit einem Mega-Umbruch wollen die Norddeutschen den Abwärtstrend der vergangenen Jahre nun stoppen.

Ein beispielloser Umbruch: Nur Einer ist geblieben

Zwei Jahre ist die letzte Playoff-Teilnahme der Oldenburger nun her, der letzte Seriensieg datiert sogar auf das Jahr 2020 zurück. Aus Gründen mangelnden Erfolgs und attraktiver Offerten anderer Vereine sind die Baskets der Vorsaison jetzt allerdings kaum noch wieder zu erkennen. Insgesamt 12 Spieler haben den Klub im Sommer verlassen, lediglich Forward Seth Hinrichs ist an der Hunte verblieben.

Mit Justin Jaworski verlor Oldenburg auch seinen Topscorer, der in 32 Partien der Vorsaison durchschnittlich 19,5 Punkte hinzu steuerte. Auch dessen Backcourt-Kollegen Len Schoormann, Eli Brooks und Kapitän Geno Crandall haben sich neuen Aufgaben gestellt. Bitter sind auch die Abgänge im Frontcourt. Mit dem Esten Artur Konontsuk verließ ein Publikumsliebling die Niedersachsen. Dazu wechselte Jungstar-Center Norris Agbakoko zum BBL-Rivalen Alba Berlin.

"Wir wollten keinen Umbruch in diesem Umfang", machte Geschäftsführer Srdjan Klaric in einem Vereinsinterview deutlich. "Wir hätten gern einige Spieler gehalten, aber es war eine Frage des Marktes, der Preise und der Entscheidungen der Spieler."

EWE Baskets Oldenburg: Alle Zu- und Abgänge im Überblick

Zugänge: Nicholas Tischler (Chemnitz), Filip Stanic (Bamberg),  Ralph Hounnou (Hagen), Michale Kyser (Holon), Dakarai Tucker (Holon), Chris Clemons (SLUC Nancy), Kyle Lofton (Bamberg), Brian Fobbs (Sassari)Abgänge: Len Schoormann (Ulm), Norris Agbakoko (Alba Berlin), Justin Jaworski (Bilbao/ESP), Alen Pjanic (Würzburg), Eli Brooks (Trier), Geno Crandall (SL Benfica/POR), Aleksandar Zecevic (Darüssafaka SK/TUR), Ben Ayre (Tasmania JackJumpers/AUS), Mouhamed Barro (CSO Voluntari/RUM), Max DiLeo (Karriereende), Artur Konontsuk (Bursaspor/TUR), Gasper Kocevar (Fresno State/USA)

Meistertrainer soll Oldenburg zurück in die Playoffs führen

Auf die zwölf Abgänge folgten bis jetzt neun Zugänge, wobei man nach der Fußverletzung von Dakarai Tucker nochmal nachlegte und in James Woodard einen zehnten Spieler verpflichtete. Wie bereits in den zurückliegenden Jahren habe man dabei stark auf den Charakter der Spieler geschaut, so Klaric. "Außerdem wollten wir auf jeder Position unterschiedliche Spielertypen besetzen, wie Filip Stanic und Michale Kyser auf Center oder Seth Hinrichs und Eral Penn als Power Forwards."

Mit dem zweifachen deutschen Nationalspieler Nicholas Tischler gelang den Donnervögeln darüber hinaus auch ein kleiner Coup. Den Forward konnte man nach einer schwierigen Saison aus Chemnitz abwerben. Der Schlüsselspieler der kommenden Saison dürfte der NBA-erfahrene Chris Clemons werden. Der 1,75 Meter große Point Guard kam vom französischen Erstligisten SLUC Nancy, wo er im Schnitt 14,9 Punkte erzielte.

Alle Puzzleteile soll letztlich der neue alte Cheftrainer Predrag Krunic zusammensetzen. Der Bosnier hatte den Klub 2009 zum bis dato größten Erfolg, der Deutschen Meisterschaft geführt.

EWE Baskets Oldenburg: Die Testspiel-Übersicht

Prognose für die BBL-Saison

Nach ihrem XXL-Umbruch im vergangenen Sommer sind die Baskets Oldenburg mehr oder weniger eine Blackbox für die kommende Saison. In der Vorbereitung gewannen die Niedersachsen drei ihrer bisherigen sechs Spiele, wobei man gegen BBL-Konkurrenten drei der vier Spiele verlor.

In Justin Jaworksi verlor das Team einen der besten Offensivspieler der Liga, auch die Abgänge von Talenten wie Len Schoormann und Norris Abgkoko dürften schmerzen. Viel wird darauf ankommen, wie schnell Coach Krunic das zusammengebastelte Ensemble zu einer Einheit wird verschmelzen lassen. Die Rückkehr in die Playoffs nach zwei Jahren Abstinenz klingt daher wie ein etwas hochgestecktes Ziel.

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