Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.
Die gesamte Dauer der Vorrunde war Alex Mumbru aufgrund eines "akuten Abdomens", also einer Erkrankung im Bauchraum, außer Gefecht gesetzt. Diese Information hatte Teamarzt Oliver Pütz noch während der Vorrunde auf einer Pressekonferenz mitgeteilt.
Nun meldete sich Mumbru erstmals selbst zu Wort und klärte über seinen Gesundheitsstatus auf: "Ich hatte eine schwere Woche im Krankenhaus. Ich habe ein paar Probleme mit den Steinen", stellte der 46-Jährige klar, wobei er sich wahrscheinlich auf Gallensteine bezog. "Einer der Steine ist in die Bauchspeicheldrüse gelangt und hat eine Pankreatitis ausgelöst." Darunter versteht man eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse.
Diese Erkrankung führe dazu, "dass ich nicht bei 100 Prozent bin. Aber ich kämpfe hart darum, jetzt bei der Mannschaft zu sein."
Mumbru will weiter helfen
Die Rolle des leitenden Trainers wird er deshalb vorerst nicht mehr ausüben können. Co-Trainer Alan Ibrahimagic, der die Mannschaft bereits in allen fünf Gruppenspielen sowie der zweiten Hälfte des Achtelfinals gegen Portugal begleitete, soll diese Rolle nun ausführen. "Ich kann nicht die Energie bringen, die die Mannschaft während der Spiele benötigt."
Diese soll hingegen sein Assistent bringen: "Wenn der Cheftrainer Stimme und Energie braucht, dann mache ich das", sagte Ibrahimagic im Rahmen der Pressekonferenz, machte aber auch klar: "Ich sehe mich als Assistent-Coach der Mannschaft und tue einfach nur den Job, der benötigt oder gebraucht wird, um Spiele zu gewinnen."
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