Drei Minuten vor Spielende standen die Ulmer mit dem Rücken zur Wand. Sechs Punkte Rückstand auf die Bayern und ein zäher Spielfluss. Doch die Wende kam - und sie hört auf den Namen Justinian Jessup.
Der US-Amerikaner besorgte mit zwei Dreiern zunächst den Ausgleich. 19 Sekunden vor Spielende behielt der Guard erneut die Nerven und brachte Ulm in Front (80:79). Als die Münchner den Siegtreffer zum ersten verpassten, erhöhte Jessup von der Linie auf +2. Dabei sollte es bleiben, weil Bayerns Weiler-Babb auch die zweite Chance auf einen Siegtreffer liegen ließ.
Bayern müssen Ulmer Heimserie durchbrechen
"Wir haben es geschafft, den Rückstand zu verkürzen", blieb Jessup am Dyn-Mikrofon danach bescheiden. Schließlich hatte er die finalen zehn Ulmer Punkte in Eigenregie produziert. "Danach ging es nur noch darum, wichtige Stops zu bekommen. Das war am Ende der Schlüssel."
Binnen vier Tagen ist es Ulm damit gelungen, die Finalserie gegen Favorit Bayern München zu drehen. "Massiv" sei die Bedeutung dieser neuen Ausgangsposition. Schließlich hat der Tabellenzweite der BBL-Hauptrunde bereits am Dienstag die Chance, die Meisterschaft in der heimischen ratiopharm Arena zu gewinnen.
"Offensichtlich haben wir uns zu Hause bisher ganz gut geschlagen", meinte Jessup weiter und blieb auch da recht bescheiden. Die letzte Heim-Niederlage der Ulmer liegt über sechs Monate zurück - gleichzeitig war es die einzige in der gesamten Saison.
Jessup avanciert zum Matchwinner: Ulm klaut Spiel 3 aus München