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Nach Obradovic-Aus: Warum Bonga der einzige Spieler ist, den Partizan noch feiert

kicker

Schon vor Tip-off war klar: Dieses Spiel würde anders werden. 17.300 Zuschauer skandierten minutenlang den Namen des zurückgetretenen Coaches, Schilder und Plakate prägten das Bild. Erst Mitte des ersten Viertels ebbten die Sprechchöre ab, doch die Stimmung kippte nicht etwa in normalen Support über, sondern in offenen Protest.

Besonders einzelne Partizan-Spieler wurden bei jeder Aktion ausgebuht. Dwayne Washington und Tyreek Jones gerieten dabei am heftigsten ins Kreuzfeuer der Fans, die ihrem Frust freien Lauf ließen. Gleichzeitig erhielten die Münchner Spieler, etwa Vladimir Lucic, einst selbst Publikumsliebling in Belgrad, unerwarteten Applaus.

Und mittendrin: Isaac Bonga, der in einer paradoxen Rolle steckt. Während viele seiner Mitspieler ausgepfiffen wurden, wurde der Deutsche mit Applaus begrüßt. Grund dürften die anhaltenden Gerüchte sein, nach denen Bonga angedeutet haben soll, Partizan zu verlassen, falls Obradovic endgültig geht. Aussagen, die der Klub aber zurückweist.

Bonga reagiert eindeutig

Nach dem Spiel zeigte sich der Ex-Münchner sichtlich bemüht, den Fokus von der aufgeheizten Stimmung wegzulenken. Er sprach klar, aber ohne auszuweichen. Und er betonte immer wieder nur eines: den Sieg.

"Wir befinden uns in einer besonderen Phase, denn wir wollen unsere Siegesserie fortsetzen. Ich kann mich aufgrund der Umstände nicht freuen, aber ich bin glücklich über den Sieg."

Das Team wolle zusammenhalten, sagte er. Mehr könne man nicht tun, wenn so viele Faktoren außerhalb der eigenen Kontrolle liegen. Bonga lenkte den Blick auf das Sportliche, auf das, was die Mannschaft überhaupt beeinflussen kann: "Wir versuchen, zusammenzuhalten und gemeinsam zu gewinnen. Letztendlich hängt alles von uns ab."

Besonders brisant wurde es jedoch, als Journalisten ihn direkt auf die Gerüchte ansprachen. Die Frage, ob er angekündigt habe, den Klub zu verlassen, falls Obradovic geht, beantwortete Bonga mit nur drei Worten: "Nächste Frage, bitte."

Die gleiche knappe Reaktion folgte, als er zu seiner Beziehung zum Ex-Coach befragt wurde. Keine Bestätigung, kein Dementi, aber auch kein Versuch, Öl ins Feuer zu gießen.

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