Die Timberwolves erleben aktuell die erfolgreichste Phase ihrer Vereinsgeschichte: zweimal hintereinander in den Conference Finals, getragen von Anthony Edwards’ Aufstieg zum absoluten Superstar. Doch die Offseason 2025 verlief eher ruhig. Statt spektakulärer Neuzugänge stand die Finanzkontrolle unter neuem Besitzerduo Alex Rodriguez und Marc Lore im Mittelpunkt.
Minnesota Timberwolves: Was wurde in der Offseason gemacht?
Minnesota entschied sich klar für Kontinuität. Naz Reid (5 Jahre/125 Mio. $) und Julius Randle (3 Jahre/100 Mio. $) verlängerten, dazu bleibt Veteran Joe Ingles an Bord. Mit dem No.-17-Pick holte man den französischen Big Joan Beringer, der langfristig Gobert beerben könnte, und mit Johnny Juzang kam ein Schütze für die Flügelrotation.
Verabschieden mussten sich die Wolves allerdings von Nickeil Alexander-Walker, der nach Atlanta wechselte und eine Lücke hinterlässt, die nicht direkt geschlossen wurde. Luka Garza und Josh Minott zogen nach Boston weiter. Damit blieb es eine eher leise Offseason, in der die wichtigsten Rotationsspieler gehalten, aber keine großen externen Verstärkungen verpflichtet wurden.
Minnesota Timberwoles: Überblick Zu-/Abgänge
Draft: Joan Beringer (#17)
Extensions: Naz Reid (5 Jahre, 125 Mio. Dollar), Julius Randle (3 Jahre, 100 Mio. Dollar), Joe Ingles (1 Jahr, 3,6 Mio. Dollar)
Abgänge: Luka Garza (Celtics), Nickeil Alexander-Walker (Hawks), Josh Minott (Celtics)
Minnesota Timberwolves: Ausrichtung der Franchise
Die Wolves führen ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort: Anthony Edwards ist das Gesicht der Franchise und soll mit Reid, Randle, McDaniels und Gobert einen Kern bilden, der über Jahre konkurrenzfähig bleibt. Die Franchise will ihre Stars halten, ohne erneut über die Luxussteuergrenzen hinauszuschießen und setzt deshalb stärker auf interne Entwicklung.
Minnesota Timberwolves: Wo liegen die Schwächen?
Der Abgang von Alexander-Walker reißt ein Loch in den Backcourt. Seine Defense und der verlässliche Distanzwurf fehlen, während die Alternativen noch unerprobt sind. Auch hinter dem 38-jährigen Mike Conley klafft ein Fragezeichen: Die Timberwolves könnten dringend einen soliden Veteran-Playmaker brauchen.
Dazu bleibt die Kombination Gobert/Randle offensiv problematisch: Spacing und Ballbewegung geraten ins Stocken, wenn beide gleichzeitig auf dem Feld stehen. Zudem sind Randle und Reid auf Dauer ein teures Luxus-Duo für ähnliche Rollen.
Minnesota Timberwolves: Die Prognose
Minnesota ist stark genug, um erneut in den Playoffs eine Rolle zu spielen, mit Edwards als Superstar und einem eingespielten Kern. Doch während direkte Konkurrenten personell nachgelegt haben, blieb die Offseason der Wolves eher konservativ. Wahrscheinlich pendelt sich Minnesota im oberen Drittel des Westens ein, mit der Chance, bei einer weiteren Entwicklung von Superstar Anthony Edwards ganz oben anzugreifen.
Neue Verträge, alte Stärke: Gelingt OKC die Titelverteidigung?
Flagg, Kyrie und AD: Was die neue Ära der Mavericks verspricht