Mit einem Sieg gegen die favorisierten Slowenen ist Polen ein erfolgreicher Start in die Heim-EM gelungen. Mit 7/8 getroffenen Dreiern hatte Jordan Loyd von der AS Monaco einen großen Anteil an der überragenden Distanzquote seiner Mannschaft (53,9%).
Die 32 Zähler, die sich Loyd selbst in den Boxscore eintragen ließ, waren die viertmeisten eines Debütanten in der EuroBasket-Geschichte. "Das wusste ich nicht. Ich glaube, das ist ziemlich verrückt", zeigte er sich im Anschluss überrascht von der Statistik.
Loyd wurde erst im Sommer eingebürgert
Dabei war eine Teilnahme Loyds an der EuroBasket lange unklar. Erst im laufenden Sommer wurde der US-Amerikaner eingebürgert und mit einer doppelten Staatsbürgerschaft ausgestattet. Ein solches "Naturalisieren" ist im FIBA-Kontext gängige Praxis. Jedes Land kann einen solchen Spieler im eigenen Turnierkader führen.
"Es war nichts, womit ich geplant habe", erklärte Loyd. "Es war auch nichts, worüber ich ernsthaft nachgedacht habe. Aber die Möglichkeit kam und ich finde, es ist eine tolle Erfahrung." Von wem der initiale Kontakt ausgegangen sei, ob von seinem Berater oder dem polnischen Verband, wisse er nicht mehr. Eine große Rolle habe allerdings Mitspieler Ponitka gespielt. "Natürlich saß er mir die ganze Zeit im Nacken."
Das ist der Kader Polens bei der EM 2025.
Loyd wartet noch auf seinen ersten Vodka-Test
In seiner US-amerikanischen Heimat sei sein polnisches Engagement gut aufgefasst worden. "Alle meine Freunde nennen mich jetzt 'Loydinsky'. Das ist natürlich nur ein Witz. Alles ist gut."
In seiner kurzen Zeit als polnischer Staatsbürger hat sich Loyd mit einer Sache allerdings noch nicht anfreunden können: Vodka. "Ich habe es um ehrlich zu sein noch nicht probiert. (...) Ich werde noch bis nach dem Turnier warten, bis ich es testen werde."
Sportlich sind die polnischen Basketballer am morgigen Samstag erneut gefordert. Dabei treffen sie auf Israel, die ihr Auftaktspiel ebenfalls gewonnen haben. Anwurf ist 20.30 Uhr (live bei MagentaSport).
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