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NBA unter Druck? LeBron plant die Gründung einer neuen Weltliga

kicker

LeBron James, mit mittlerweile 40 Jahren noch immer Superstar bei den Los Angeles Lakers, richtet den Blick zunehmend auf die Zeit nach seiner aktiven Karriere. Zusammen mit seinem engen Geschäftspartner Maverick Carter soll er nun ein neues Projekt forcieren: den Aufbau einer globalen Basketball-Liga, die mittelfristig als Konkurrenz zur NBA verstanden werden könnte.

Laut ESPN-Reporter Brian Windhorst soll die neue Liga im Herbst 2026 an den Start gehen. Anders als die NBA mit ihrer festen Struktur setzt das Konzept auf ein reisendes Format. Sechs Männer- und sechs Frauenteams sollen gemeinsam durch acht internationale Metropolen reisen. Die Spielweise soll "europäischen Charakter" tragen.

Treffen der Strippenzieher

Im Juli dieses Jahres trafen sich James, Carter und weitere Beteiligte auf einer Yacht in Saint-Tropez, um Details zu diskutieren. Mit dabei auch Spielerberater Misko Raznatovic, der unter anderem Nikola Jokic vertritt. Neben strategischen Partnern stehen auch milliardenschwere Investoren auf der Liste. RedBird Capital Partners und die Fenway Sports Group, beide mit Erfahrung im Management von Topklubs wie dem FC Liverpool oder den Boston Red Sox, gelten als wichtige Akteure für Finanzierung und Organisation. Das Startbudget wird auf bis zu fünf Milliarden US-Dollar geschätzt.

Timing im Kontext von NBA-Debatten

Die Pläne kommen in einer Phase, in der die NBA selbst über eine Expansion diskutiert. Städte wie Las Vegas und Seattle gelten als Favoriten für neue Franchises, doch bislang fehlen konkrete Beschlüsse. James hatte wiederholt Interesse an einer Las-Vegas-Franchise signalisiert.

Sollte die NBA zögern, könnte seine eigene Liga den globalen Markt als attraktive Alternative besetzen. ESPN-Analysten wie Windhorst, Tim Bontemps und Tim MacMahon betonen, dass Investoren besonders von der internationalen Ausrichtung angelockt werden. Ein entscheidender Unterschied zu früheren Rivalen-Projekten, die meist an ihrer reinen US-Ausrichtung scheiterten.

Der Unterschied zu früheren Versuchen

Es hat schon mehrfach Versuche gegeben, neben der NBA eine zweite Top-Liga zu etablieren. Gescheitert sind sie fast immer an mangelnder Reichweite und fehlender Glaubwürdigkeit. LeBrons Konzept setzt dagegen auf drei Faktoren, die zuvor kaum kombiniert wurden: die Strahlkraft eines absoluten Weltstars, ein internationaler Ansatz und die gleichberechtigte Integration von Frauen-Teams. Gerade letzteres könnte der Liga eine Alleinstellung sichern.

Chancen und Risiken

Für James ist das Projekt nicht bloß ein Geschäft, sondern Teil seiner Karriere. Mit über 20 Jahren NBA-Erfahrung, unzähligen Rekorden und Titeln ist er längst eine eigene Marke. Die neue Liga könnte es ihm ermöglichen, Basketball auf weltweiter Ebene neu zu positionieren, mit einer Struktur, die Männer- und Frauenbasketball gleichberechtigt einbindet und Fans außerhalb der USA stärker anspricht. Gleichzeitig birgt das Vorhaben enorme Risiken: Weder sind Spieler noch konkrete Standorte bestätigt, außerdem ist unklar, ob die NBA selbst Gegenmaßnahmen ergreifen würde.

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