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"Nein, scheiss drauf!" Schröder unterbricht Ibrahimagic - um ihn zu loben

kicker

Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.

Im Juli stand Alan Ibrahimagic mit den U19-Basketballern noch im Finale der Weltmeisterschaft. Knapp vier Monate später leitete der 50-Jährige erneut ein Endspiel - diesmal allerdings von der deutschen Herren-Mannschaft. Knapp eine Woche zuvor hatte ihm Bundestrainer Alex Mumbru die Geschicke des DBB-Teams  temporär übergeben, weil dieser gesundheitlich angeschlagen ist.

"Ich habe die Mannschaft in einer unglücklichen Situation übernehmen müssen", sagte Ibrahimagic auf die Frage, wie er sich fühle, diese Mannschaft trainieren zu dürfen. "Alex Mumbru ist der Cheftrainer dieses Teams. Für mich ist es einfach eine Ehre, ein Teil dieser Gruppe zu sein", gab er sich einmal mehr sehr diplomatisch.

Kaum hatte Ibrahimagic den Satz ausgesprochen - beendet hatte er seine Antwort da noch nicht - fiel ihm DBB-Kapitän Dennis Schröder, neben ihm in der Pressekonferenz sitzend, ins Wort: "Nein, scheiss drauf", sagte er mit einem breiten Grinsen auf den Lippen. "Als allererstes: Shoutout an Alan. Er hat den Job in keiner einfachen Situation übernommen. Alex ist weiterhin der Cheftrainer. Aber was er an der Seitenlinie getan hat, die richtigen Timeouts nehmen, die richtigen Auswechslungen tätigen, das war unglaublich", machte der in dieser Nacht 32 Jahre alt gewordene Schröder deutlich - und schob hinterher: "Der gesamte Trainerstab hat einen tollen Job gemacht. Aber Alan war Big Time für uns!"

Ibrahimagic schien mit all dem Lob etwas überfordert und blieb daraufhin seiner nüchternen, bescheidenen Art treu: "Ich würde trotzdem sagen, dass ich sehr stolz auf diese Gruppe bin", lenkte er wieder von sich ab und erntete dafür einiges anerkennendes Lachen von der versammelten Presse.

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