Efes ringt Maccabi nieder - Weiler-Babb setzt Akzente
Anadolu Efes ist mit einem 85:78 über Maccabi Tel Aviv in die EuroLeague gestartet. Vier Minuten vor drehte Efes auf: Rolands Smits legte 7 Punkte in Serie auf, ehe Jordan Loyd per Dreier den Deckel draufmachte. Topscorer waren Smits und Loyd mit je 16 Punkten, Shane Larkin kam auf 14, Ercan Osmani und Nick Weiler-Babb auf 12. Für Maccabi trafen Jaylen Hoard und Roman Sorkin je 15.
Im Flow-Spiel mit vielen Läufen war Weiler-Babb der stille Taktgeber: ein früher Dreier, der Assist auf Larkin zum 45:45-Ausgleich, 6 Zähler am Stück im Schlussabschnitt und defensiv mit wichtigen Stops gegen Maccabis Flügelrotation. Am Ende stand der deutsche Guard mit einem PIR von 19 als effizientester Efes-Spieler da. Ein starker Einstand und ein Fingerzeig, wie wertvoll seine Zwei-Wege-Rolle für Efes 2025/26 sein kann.
Dubai feiert Debüt-Erfolg - Osetkowski Topscorer bei Partizan
Dubai Basketball hat beim EuroLeague-Einstand für eine Überraschung gesorgt und Partizan Belgrad mit 89:76 geschlagen. Vor heimischer Kulisse legte das Team einen Traumstart hin: Die ersten sieben Dreierversuche fanden ihr Ziel, allen voran von Davis Bertans, der am Ende 20 Punkte und fünf Distanztreffer verbuchte. Unterstützt wurde er von Dzanan Musa (19), Mfioundu Kabengele (15) und Filip Petrusev (14), die das Offensivfeuerwerk der Gastgeber komplettierten. Zur Pause führte Dubai noch knapp mit 47:40.
Nach dem Seitenwechsel drehte Partizan kurzzeitig auf und übernahm beim 47:48 erstmals die Führung. Doch ein starker Kabengele legte in dieser Phase acht Punkte auf und initiierte einen 17:2-Lauf, mit dem Dubai die Partie wieder klar unter Kontrolle brachte. Im Schlussviertel bauten die Gastgeber den Vorsprung durch weitere Dreier von Bertans und Punkte von Petrusev sogar auf 22 Zähler aus. Belgrad konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Die beiden deutschen Akteure der Serben spielten solide: Isaac Bonga mit 7 Punkten (8 Rebounds), Dylan Osetkowski war sogar Topscorer mit 12 Punkten.
Edwards führt Bologna zum Sieg über Real
Virtus Bologna hat zum EuroLeague-Start ein Ausrufezeichen gesetzt und Real Madrid mit 74:68 geschlagen. Es war der erste Sieg nach zuvor fünf Pleiten gegen die Königlichen. Ex-Bayern-Guard Carsen Edwards war mit 14 Punkten Topscorer der Gastgeber, Rookie Saliou Niang überzeugte bei seinem EuroLeague-Debüt mit 12 Zählern, Luca Vildoza steuerte 11 bei. Bologna drehte die Partie im zweiten Viertel, legte nach der Pause mit einem Edwards-Vierpunktspiel und einem 66:54-Polster knapp vier Minuten vor Schluss nach und blieb in der Crunchtime cool.
Real fand offensiv nie konstanten Rhythmus (lange 0/12 von draußen, später brach Chuma Okeke die Durststrecke), wurde von Mario Hezonja (14) und Gabriel Deck (12) getragen und kam noch einmal auf drei Punkte heran. Mehr ließ Virtus’ Defense nicht zu. Aus deutscher Sicht bitter: Neuzugang Karim Jallow (von ratiopharm Ulm) blieb blass mit 2 Punkten.
Micic & Co. überrollen Barcelona bei EuroLeague-Premiere
Hapoel Tel Aviv hat beim EuroLeague-Debüt gleich ein Ausrufezeichen gesetzt: Mit 103:87 besiegte das Team aus Israel den Favoriten, FC Barcelona, und feierte den ersten Sieg seiner Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb. Angeführt von Vasilije Micic (18 Punkte) und Antonio Blakeney (20 Punkte von der Bank) übernahm Hapoel ab dem zweiten Viertel die Kontrolle und ließ die Katalanen trotz starker Phasen von Will Clyburn (23 Punkte) nicht mehr zurück ins Spiel.
Vor allem die aggressive Offense um Micic, Jones und Oturu (18 Punkte) stellte Barca immer wieder vor Aufgaben. Zwar verkürzte Barcelona im dritten Viertel noch einmal, doch Hapoel antwortete mit einem 14:4-Lauf und baute die Führung bis zum Schluss komfortabel aus.
Spielbericht: Panathinaikos vs. FC Bayern München