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Neues Regime, ein fitter Zion: Was bei den Pelicans Mut macht

kicker

New Orleans Pelicans: Was wurde in der Offseason gemacht?

Gerade einmal 21 Siege gab es (auch aufgrund einer erneut ungeheuerlichen Verletzungsserie) in der Vorsaison zu feiern, so wenige wie zuletzt 2012. Damals wurde die Saison mit dem Top-Pick "belohnt", diesmal gab es keinen Anthony Davis, sondern nur den siebten Pick, der für Spielmacher Jeremiah Fears verwendet wurde. Getätigt wurde dieser nicht vom langjährigen Strippenzieher David Griffin, sondern von Joe Dumars.

Die Legende der Detroit Pistons kommt aus Louisiana und wurde ohne echten Gegenkandidaten auf den Posten des neuen starken Mannes gehievt, was durchaus kritisch beäugt wurde. Die Skepsis ist nicht gewichen, vor allem der Trade für Derik Queen (Draft: #13) wurde ligaweit belächelt. Die Pels tradeten hier zehn Plätze nach oben und gaben auch noch ihren Erstrundenpick für 2026 ungeschützt nach Atlanta. So etwas macht man eigentlich nicht.

Zu allem Überfluss verletzte sich Queen im Sommer und wird den Saisonstart verpassen. Der größte Move des Sommers war aber der Trade des Veteranen C.J. McCollum nach Washington, dafür kamen der streitbare Jordan Poole und der langzeitverletzte Saddiq Bey aus der Hauptstadt.

Beide werden Teil der Rotation sein, gleiches gilt für Kevon Looney, der nach zehn Jahren bei den Warriors der neue Fünfer an der Seite von Zion Williamson sein soll. In Micah Peavy wurde zudem ein Rookie kostengünstig unter Vertrag genommen und so der Kader so aufgefüllt. Das ist relevant, weil New Orleans trotz ausbleibenden Erfolgs erneut nahe an der Luxussteuergrenze operiert.

Gerade der Abgang von McCollum hilft in dieser Hinsicht, via Free Agency verließ nach recht anonymen 23 Partien den Big Easy wieder. Auch den restlichen Abgängen wird man in New Orleans nicht nachtrauern.

New Orleans Pelicans: Alle Zu- und Abgänge im Überblick

Zugänge: Kevon Looney (Warriors), Jordan Poole, Saddiq Bey (beide Wizards), Jeremiah Fears, Derik Queen, Micah Peavy (alle Draft)

Abgänge: Bruce Brown (Nuggets), C.J. McCollum (Wizards), Kelly Olynyk (Spurs), Elfrid Payton, Brandon Boston Jr. (Fenerbahce), Jeremiah Robinson-Earl (Mavericks)

Alle Zu- und Abgänge der NBA im Überblick

New Orleans Pelicans: Was ist die Ausrichtung der Franchise?

Mit dem Trade von Brandon Ingram im Februar wurde zumindest ein dezenter Umbau eingeleitet, nachdem man mit dem Duo Ingram/Zion aus diversen Gründen auf keinen grünen Zweig kam. Auch das Verletzungspech spielte mal eine Rolle, Schlüsselspieler wie Williamson (52 Spiele), Murray (51), Murphy (29) oder McCollum (26) fehlten alle für einen längeren Zeitraum, bevor zum Saisonende nur noch die Draft-Situation verbessert werden sollte.

Coach Willie Green überlebte die Seuchensaison, wobei auch gesagt sein muss, dass man zuvor viermal in Folge mehr Siege als im Vorjahr holte und 2024 immerhin 49 Partien gewann. Dumars schraubte im Sommer die Erwartungen hoch, auch Verletzungen sollen keine Ausrede mehr darstellen. "Wir werden ein sehr tiefes Team sein und deswegen ist es mir egal, wer hier und da fehlt. Die Erwartung wird sein, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen."

Fixstern wird weiterhin Zion Williamson sein, um den zum Auftakt der Preseason ein kleiner Hype entstand, weil der Forward so schlank wie noch nie daher kam. Das mag stimmen, gleichzeitig wirkte der 25-Jährige in den ersten Vorbereitungsspielen nicht mehr so explosiv wie noch vor einigen Jahren. Die Wildcards heißen Murray und Murphy. Ersterer ist quasi ein Neuzugang, in New Orleans dürfte der 28-Jährige wieder als echter Spielmacher gefragt sein.

Und dann wäre da noch Murphy, bei dem man auf den nächsten Sprung hofft. Vor seiner Verletzung war der Forward in der Form seines Lebens und plötzlich nicht mehr nur ein Spezialist. Murphy kreierte mehr für sich selbst, streute Würfe aus der Mitteldistanz ein. Kann er dies bestätigen, hat man mit Zion, Murray und ihm ein gutes Grundgerüst.

New Orleans Pelicans: Wo liegen die Schwächen?

Murray wird nach seinem Achillessehnenriss zum Start nicht fit sein, sodass viel Last auf den Schultern von Poole und Rookie Fears lasten wird. Das ist nicht ideal, es besteht Fehlstart-Potenzial. Dazu kann das Kartenhaus jederzeit zusammenfallen, wenn Zion wieder länger fehlt. Gerade auf dem Flügel ist die von Dumars angesprochene Tiefe nur bedingt gegeben.

Dazu bleibt die Frage, welcher Center an der Seite von Williamson funktionieren kann? Sowohl Looney als auch Missi haben ihre Stärken direkt unter dem Korb, was für Stau in Ringnähe sorgen wird. Setzt Coach Wille Green wieder vermehrt auf Williamson auf der Fünf? Welche Rolle kann Queen nach seinem Comeback einnehmen?

New Orleans Pelicans: Prognose

Wie so oft sind die Pelicans eine kleine Wundertüte. Den Optimismus vergangener Jahre gibt es diesmal nicht, zu oft enttäuschte ein Zion-Team oder hatte Verletzungen zu ungünstigen Zeitpunkten.

Das neue Team wirkt erneut nicht gut ausbalanciert und überhaupt muss die Frage gestellt werden, wie man um Williamson einen Contender bauen kann? New Orleans ist ein Gemisch und guten Offensiv- und ein paar starken Defensiv-Spielern, wobei jedoch bei vielen Akteuren Fragezeichen beim Wurf bestehen.

Im Westen wird das maximal für das Play-In reichen, hier sind die Pelicans so etwas wie ein Stammgast. In drei der fünf Ausgaben war man mit dabei, immerhin zweimal reichte es auf für die "echte" Postseason.

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