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"Niemand ist unersetzbar": Scariolo verabschiedet sich von spanischem Nationalteam

kicker

Als Sergio Scariolo 2009 Spaniens Basketballer als Trainer übernahm, hätte man wohl selbst im erfolgsverwöhnten spanischen Verband nicht mit einer solchen Geschichte gerechnet. Über fast zwei Jahrzehnte dominierte der Italiener den europäischen Basketball nach Belieben. Europameister 2009, 2011, 2015 und 2022. Weltmeister 2019. Platz zwei bei den Olympischen Spielen 2012 - nur hinter dem Superteam der USA um Kobe Bryant und LeBron James.

17 Jahre nach seinem ersten Amtsantritt kommt die Ära Scariolo im spanischen Basketballverband nun zu ihrem Ende - und das auf eine Art und Weise, die der Trainerfuchs gewiss nicht verdient hat. Mit drei Niederlagen aus den fünf Gruppenspielen musste sich Spanien nun bereits vom EM-Turnier verabschieden. Einziges Land hinter den Iberern in Gruppe C: Zypern - das ohne Gastgeberschaft wohl kaum überhaupt an der Europameisterschaft teilgenommen hätte.

"Wir zeigen hier nicht mit Fingern auf irgendjemanden, wir geben niemandem die Schuld daran", gab sich der Basketballlehrer auf seiner letzten Pressekonferenz nochmal versöhnlich. Dabei sind die Gründe für das vorzeitige Ausscheiden durchaus schnell ausgemacht. Spanien befindet sich inmitten einer Übergangsphase - von den alten Legenden wie Sergio Llull, Rudy Fernandez und den Gasol-Brüdern hin zu einer neuen, jungen Generation.

Scariolo sieht "rosige Zukunft" der Spanier

Die Gebrüder Hernangomez waren, entgegen der Hoffnungen, nicht dazu imstande, diese Lücken zu füllen. Auch NBA-Spieler Santi Aldama war mit all der Scoringlast, die man aufbürdete schlicht überfordert. Hoffnung macht jedoch ausgerechnet die Schlussphase des spanischen EM-Turniers. Als die Iberer gegen Griechenland noch bis zum Ende erbittert um ihren Verbleib kämpften, standen mit Sergio de Larrea und Mario Saint-Supery (beide 19) ausgerechnet zwei der jüngsten Akteure auf dem Parkett. Keine Spur der Hernangomez-Brüder.

"Die Zukunft ist rosig", machte auch Scariolo deutlich. "Jemand anderes wird dieses Team nun anführen. (...) Niemand ist unersetzbar." Wer genau dieser jemand sein wird, ist derzeit noch unklar. Zuletzt brachte sich Ex-Bayern-Trainer Pablo Laso für den Trainerstuhl des Verbands in Spiel.

Klar ist dagegen, wie es für Scariolo selbst weitergeht. Der 64-Jährige wechselt zur kommenden Saison zu Real Madrid, wo er bereits um die Jahrtausendwende als Sportlicher Leiter fungierte. Bei den Königlichen beerbt der Italiener den geschassten Chus Mateo und soll nun das tun, was er bereits Ende der nuller Jahre in Spanien vollbrachte: den Erfolg zurückbringen.

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