"Wir sind gut gestartet und haben dann irgendwie aufgehört zu spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir dann komplett den Faden verloren, keine Energie mehr gehabt. Unsere Intensität war komplett weg, sie dagegen haben härter gespielt", erklärte Justus Hollatz nach der Partie.
Nach einer zweistelligen Führung in der ersten Hälfte lag der FCBB zur Pause bereits zurück. Nach der Halbzeit verloren sie ihren Rhythmus dann komplett und mussten mitansehen, wie die Gastgeber sich Stück für Stück weiter absetzten. "Wir haben immer einen Schritt zurück gemacht anstatt einen nach vorn, so kannst du in der EuroLeague nicht spielen. Sie haben dann auch ihre Dreier getroffen und so wird es deutlich zu hoch. Wir haben nach der Pause ohne Stolz und Charakter gespielt", führte Hollatz aus.
Auch T.J. Parker, der erneut für den kranken Gordon Herbert als Cheftrainer an der Seitenlinie saß, war mit der Leistung seines Teams unzufrieden. "Es darf nicht möglich sein, dem Gegner so viel Selbstvertrauen zu geben. Wir haben ihnen in den drei Vierteln jeweils mindestens 25 Punkte gestattet. Wir müssen jetzt auf uns schauen und erkennen, was wir falsch gemacht haben", sagte er.
FC Bayern mit schwerem EuroLeague-Programm
Das Spiel im Baskenland war bereits das dritte Auswärtsspiel in Serie für die Münchner und der Restspielplan für das Jahr wird nicht leichter. Da das Heimspiel gegen Partizan verschoben wurde, spielte der FC Bayern erst am 23. Dezember wieder zuhause in der EuroLeague. Dazwischen stehen Auswärtsspiele in Valencia, Belgrad, Dubai, Lyon und Monaco an.
"Es ist gerade schwer, wir sind für eine lange Zeit unterwegs wegen der vielen Auswärtsspiele. Das wird nicht einfach und wir müssen definitiv zusammenstehen. Allerdings kannst du auswärts nicht so viele Fehler machen, dafür sind die Teams in der EuroLeague zu gut. Zuhause läuft es oft anders, aber leider sehen wir das für eine ganze Weile nicht mehr", kritisierte auch Parker den harten Spielplan seines Teams.
Nun liegt der Fokus allerdings zunächst wieder auf der Bundesliga, am Wochenende steht die Neuauflage der Finalserie in Ulm an.
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