Orlandos Basketball war in den vergangenen Jahren immer recht leicht zu beschreiben. Mit Länge und Athletik dominierten sie defensiv Spiele, vorne dagegen war vieles Stückwerk, weil die Gefahr von draußen kaum gegeben war. Im Sommer folgte ein kleiner Shift, Orlando versuchte sich am Spagat, die Offense zu stärken und die eigene defensive Identität zu wahren.
Nach fünf Spielen ist das nicht gelungen, vielmehr wirkt die Mannschaft ein wenig planlos. Orlando gab in Philadelphia 136 Punkte ab, in der vergangenen Nacht waren es 135. Nach dem knappen Sieg zum Auftakt gegen Miami folgten vier Niederlagen am Stück - und das nicht unbedingt gegen die Creme de la Creme der Conference.
Wagner bemängelt erneut fehlenden Einsatz
"Wir müssen die Backen prall machen und endlich auch verteidigen", wurde Magic-Coach Jamahl Mosley deutlich. "Anders kann ich es nicht sagen. Ich kann natürlich viel über das Spiel erzählen, aber wir müssen einfach anfangen zu verteidigen. Wir müssen Stolz und den Willen zeigen, den Gegenspieler vor sich zu halten." Die Offense komme laut Mosley dagegen von selbst.
Die Grundlagen der Vorjahre sind derzeit nicht da. Orlando setzte Zeichen, war physisch, foulte aber auch viel. Davon war zuletzt wenig zu sehen. "Wir müssen das wieder finden", mahnte auch Franz Wagner. "Das war nicht das erste Spiel in dieser Saison, wo ich das Gefühl hatte, dass wir nicht alles geben. Das ist nicht akzeptabel."
Orlando muss sich selbst finden
Zu oft werden die Magic im Fastbreak überrannt, oft sind sie einfach einen Schritt zu spät und kommen nicht einmal in die Situation, um taktische Fouls zu begehen. Stattdessen kamen diese oft zu spät und Detroit ging an die Linie (30/34 FT). Gepaart mit vielen Ballverlusten (17), abgegebenen Offensiv-Rebounds (14) und der eigenen Schwäche an der Freiwurflinie (zwölf vergebene Freiwürfe) ist es schwer, Spiele zu gewinnen.
Es sind nicht die Parameter eines Playoff-Teams und erst recht nicht eines Contenders. Orlando fehlt derzeit eine Richtung. Sie sind kein gutes Defensiv-Team und erst recht nicht gut in der Offense, auch wenn dies das Ziel war. Vielmehr ist es die erste größere Krise in der Ära Mosley, in der es eigentlich immer stetig bergauf ging, wenn man einmal von den vielen Verletzungen der Vorsaison absieht.
Erstmals ist aber auch Druck auf der Franchise und den Spielern und bislang haben die Magic darauf nicht gut reagiert.
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