SGA mit nur 14 Punkten
Schon nach dem ersten Viertel (34:14) war klar: Dieses Spiel würde anders laufen als die ersten beiden in OKC. "Wir konnten schneller spielen als in den ersten beiden Spielen. Die frühen Turnover und Momentum-Plays haben uns sofort getragen", erklärte der Head Coach der Timberwolves, Chris Finch, der sein Team auf beeindruckende Weise neu justiert hatte.
Edwards gab den Ton an, lieferte allein 16 Punkte im ersten Viertel ab, versenkte Dreier, forcierte Ballverluste und ließ das Target Center früh beben. "TJ kam rein und hat uns ultimative Energie gegeben. Da kann man sich nicht mehr wünschen", sagte er später über Rookie Terrence Shannon Jr., der 15 Punkte in 13 Minuten auflegte.
Timberwolves-Bank überzeugt
Minnesota punktete mit Tempo, Tiefe und Effizienz. Julius Randle zeigte mit 24 Punkten die erhoffte Antwort auf sein enttäuschendes Game 2, Jaden McDaniels steuerte 10 Punkte bei. Noch beeindruckender: Vier Bankspieler scorten zweistellig. Darunter Nickeil Alexander-Walker (12), Leonard Miller (11) und Naz Reid (10).
"Das war das aggressivste und fokussierteste, was ich von unserem Team je gesehen habe", sagte Finch und lobte auch Veteran Mike Conley, der in 22 Minuten den Spielrhythmus stabil hielt.
Der MVP verstummt
Auf der anderen Seite erlebte Shai Gilgeous-Alexander einen Abend zum Vergessen. Der frisch gekürte MVP kam nur auf 14 Punkte (4/13 FG). Sein schwächster Auftritt in der Serie. Statt 29 Freiwürfen in den ersten beiden Spielen gab es diesmal nur vier, begleitet vom höhnischen "Free throw merchant"-Chor der Timberwolves-Fans.
"Wir waren einfach nicht bereit. Keine Energie, kein Fokus", gestand SGA hinterher. OKC-Coach Mark Daigneault war ähnlich ratlos: "Sie waren heute das bessere Team an beiden Enden des Feldes."
Finch hatte die Strategie gegen SGA klar im Kopf: "Wir waren einfach aggressiver, ohne ihn zu foulen. Unsere Wettbewerbsfähigkeit war auf einem absoluten Hoch. Er ist ein phänomenaler Spieler, aber heute war es unser Abend."