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Power Ranking: Die Lakers plötzlich im Kreis der echten Titelanwärter

kicker

30. Washington Wizards (3-17 | 2-8 in den letzten 10 Spielen)

Wenn am Ende eines Monats zwölf Niederlagen nur ein Sieg gegenübersteht, bleiben die Partyhüte auf dem Speicher. Wenigstens etwas Hoffnung macht Alex Sarr. Nicht dass der Nummer-2-Pick des 2024er Drafts plötzlich dominiert, doch der Franzose scheint immer mehr herausuzufinden, welcher Spieler er bei seinem Mix aus Größe, Athletik und gewissem Ballgefühl sein möchte. Sarr geht deutlich häufiger zum Ring als während seines Rookie-Jahres und trifft dort auch besser (72 Prozent vs. 63 Prozent). Zudem fällt der Dreier verlässlicher.

29. Brooklyn Nets (4-16 | 3-7)

Bereits vergangene Saison ließen sich die Nets vom Talentmangel nicht einschüchtern. So gewannen sie zu Beginn sogar häufiger als erwartet. Die Siege fehlen diesmal direkt. Doch die Kultur, die Coach Jordi Fernandez zu installieren versucht, blitzt erneut durch. Brooklyn mag nicht gut genug für Siege sein. Dennoch spielen die Nets hart und winken mangels gleicher Talentvoraussetzungen nicht ab, bevor es losgeht. Das Jahr bleibt kompliziert, doch Fernandez hat die langfristige Entwicklung im Blick.

28. New Orleans Pelicans (3-19 | 1-9)

Derik Queen ist Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil die Pelicans, wenig überraschend eines der schwächsten Teams im Westen, für den Big ungeschützt ihren Pick für den kommenden Draft opferten. Segen, weil Queen ein besonderer Spieler ist, der den Pelicans gemeinsam mit Jeremiah Fears eine neue Perspektive gibt, die auch Zion Williamson überdauern könnte. Mit den beiden Rookies haben die Pelicans nun einen Big Man mit außergewöhnlichen Passfähigkeiten und einem besonderen Gefühl für das Spiel, dazu einen explosiven Point Guard, der nahezu nach Belieben in die Zone kommt und hart verteidigt. Eine solide Basis.

27. Indiana Pacers (4-17 | 3-7)

Myles Turner zu verlieren, schmerzt grundsätzlich immer noch. Gleichzeitig räumt Jay Huff unter den Brettern derzeit häufiger auf als Victor Wembanyama. Insgesamt 45 Mal räumte Indianas Center gegnerische Wurfversuche ab - häufiger als jeder andere. Auch als Wemby, der mit 43 Blocks auf Rang zwei folgt; allerdings auch acht Spiele weniger absolviert hat. Und da die 3,6 Zurückweisungen des Franzosen mangels Partien derzeit nicht in die Gesamtabrechnung einfließen, führt Huff die Liga auch beim Schnitt an.

26. Sacramento Kings (5-16 | 2-8)

So viel vorweg: Den Dreier trifft Keegan Murray nach seinem Comeback auch in dieser Saison bislang überschaubar (26,3 Prozent). Dafür ergibt Sacramentos Rotation mit dem Flügel ein gutes Stück mehr Sinn. Murray braucht den Ball nicht, gleichzeitig kann er mehrere Positionen verteidigen. Zwei Aspekte, die vielen Mitspielern abgehen. Damit fügte er sich durchaus solide ein (18,3 Punkte, 7 Rebounds in sechs Spielen), und zwischenzeitlich gewannen die Kings in Folge sogar gegen die Nuggets und Wolves.

25. Charlotte Hornets (6-15 | 2-8)

Charlottes Pick im vergangenen Draft saß - und es gibt durchaus Argumente, dass Kon Knueppel besser als jeder andere Rookie in die Saison fand. Bereits jetzt spielt der Nummer-4-Pick eine mehrdimensionale Offense, scort am Ring, aus der Mitteldistanz und von draußen. Knueppel weiß, wie er Mitspieler einsetzt, und bewegt sich nach dem Pass gern weiter, um ihnen danach ebenfalls eine Anspieloption zu öffnen. Sein Wurf zählt bereits zu den besseren der Liga (41,3 Prozent 3FG).

24. L.A. Clippers (5-16 | 2-8)

Als hätte Roger Murtaugh einen ganzen Locker Room infiziert. Plötzlich wirken die Clippers, als hätten sie über den Sommer festgestellt, dass sie jetzt einfach zu alt sind für den Sch***. Nur James Harden scort mit 36 plötzlich so gut wie seit 2019/20 nicht mehr. Orchestriert er, ist die Offense der Clippers laut Cleaning the Glass auf 100 Ballbesitze gerechnet um 20 Punkte besser. Wichtiger ist damit kein Point Guard - was gleichzeitig die Murtaughisierung der übrigen Clippers unterstreicht. Dass das Net Rating mit Harden und Kawhi Leonard negativ ist und LA in Transition kaum verteidigen kann, illustriert den gewaltigen Problemberg.

23. Dallas Mavericks (7-15 | 4-6)

Ihr Experiment beendeten die Mavs glücklicherweise relativ schnell. Nach wenigen Spielen erlöste Coach Jason Kidd Cooper Flagg und stellte ihm zwei Guards an die Seite. Dass er eine Offense mit überschaubar zusammenpassenden Einzelteilen als 18-jähriger Rookie nun nicht mehr lenken muss, hilft Flagg offensichtlich. Der Nummer-1-Pick spielt plötzlich wie das große Versprechen, als das er vor dem Draft galt. Im November legte er 17,8 Punkte, 6,7 Rebounds, 3,7 Assists und 1,5 Steals auf.

22. Utah Jazz (7-13 | 4-6)

Keyonte George scheint in Jahr drei endgültig in der Liga angekommen zu sein. Er spielt wesentlich effizienter, scort häufiger, leistet sich weniger Ballverluste - und Utah profitiert. Wie auch von Ace Bailey. Denn auch dem verschrieb Coach Will Hardy offensichtlich einen fruchtenden Entwicklungsplan. Wo der Rookie im Oktober noch deutliche Probleme hatte (4,4 Punkte, 25 Prozent FG), spielte er einen mehr als soliden November (12,1 Punkte, 51,5 Prozent FG, 39,3 Prozent 3FG). George und Lauri Markkanen führen Utahs Offense an, Bailey bekommt in Dosen dennoch seine Gelegenheiten und kann sich so geschützt und frei zugleich entwickeln.

21. Chicago Bulls (9-11 | 3-7)

Nach Niederlangen gegen New Orleans und Indiana wirkt der heiße Saisonstart mittlerweile fast soweit weg wie Meisterschaftsfeiern im Ufer des Lake Michigan - was keinesfalls an Josh Giddey liegt. Der Australier füllt seinen im Sommer mühsam ausverhandelten Vierjahresvertrag über 100 Millionen Dollar mit sehr viel Leben. Mit 20,5 Punkte, 10 Rebounds und 9,3 Ausisst kratzt er stärker am Triple-Double-Schnitt als jeder andere, der in seiner Freizeit keine Pferdezucht in Serbien betreibt. Giddey ermöglicht den schnellen Stil der Bulls und beweist, dass sein starkes Saison-Finish vergangene Spielzeit mehr Vorbote als Zwischenhoch war.

20. Portland Trail Blazers (8-13 | 2-8)

Seit die Blazers als bislang einziges Team der Saison OKC schlugen, läuft es überschaubar. Siegen gegen Golden State (ok), New Orleans (kein Anlass zur ganz großen Party) und Giannis-lose Bucks (siehe New Orleans) stehen neun Niederlangen gegenüber. An Deni Avdija lag das nicht. Seine deutlich gestiegenen Anteile nutzt der Israeli, um seinen Punkteschnitt um fast neun Zähler nach oben zu schrauben. Dazu spielt Avdija das Spiel eines permanent attackierenden Scorers, der aber auch von draußen abdrücken kann (37,8 Prozent 3FG bei 6,8 Versuchen) und findet immer wieder seine Mitspieler (5,8 Assists)

19. Memphis Grizzlies (9-13 | 5-5)

Draft-Entscheidungen sind keine Selbstverständlichkeit. Umso schöner, wenn es funktioniert. Und bei Cedric Coward und den Grizzlies scheint es zu funktionieren. Der Rookie begann seine Saison im berühmten 50-40-90-Klub, warf überdurchschnittlich aus dem Feld, von draußen und der Freiwurflinie. Dabei glänzte er durch schnelle Entscheidungen, ansatzloses Scoring und gute defensive Instinkte. Dass Memphis wegen diverser Verletzung zuletzt häufig keinen echten Point Guard aufbieten konnte, drückte die Effizienz deutlich. Das dürfte sich aber beheben lassen, sobald Ja Morant, Ty Jerome und Scotty Pippen Jr. zurückkehren.

18. Milwaukee Bucks (9-13 | 2-8)

Hier könnte auch Ryan Rollins stehen, der gerade das beste Jahr seiner Karriere spielt und Milwaukee damit einen soliden Starting Point Guard senkt. Wie wichtig Giannis für die Bucks ist, zeigten jedoch die Wochen zwischen dem 18. und 27. November. So lange musste der Grieche pausieren. Milwaukee verlor fünf Mal in Folge. Auch mit Antetokounmpo läuft es nicht mehr ganz so gut wie zu Saisonbeginn. Dank einer MVP-würdigen Saison, hievt Giannis die Bucks dennoch auf Playoff-Contender-Niveau.

17. Philadelphia 76ers (11-9 | 5-5)

Vor nicht einmal zwei Jahren hatte sich Tyrese Maxey plötzlich zum perfekten, weil explosiven Partner für Joel Embiid entwickelt. Plötzlich war der Guard der, den die Sixers brauchten. Heute ist er es erneut. Embiid scheint nach diversen Knieverletzungen Schwierigkeiten zu haben, seinen Franchise-Player-Status wiederzufinden. Also übernimmt Maxey. Seit Saisonstart kreiert der Guard für sich selbst, auf einmal auch für andere, schultert die Offense - und das alles wie gewohnt im Fast-Forward-Modus. 32,3 Punkte, bei 46,8 Prozent aus dem Feld und 38,4 Prozent von draußen, dazu 7,6 Assists legt Maxey auf. Rund läuft es weiter nicht in Philly. Dafür hat Maxey den Sprung vom explosiven Partner zum Franchise-Player gemacht.

16. Golden State Warriors (11-11 | 5-5)

Manchmal liegt das Glück auch im Offensichtlichen - vor allem, wenn es nicht der Norm folgt. In Jahr 17 könnte Steph Curry theoretisch auch nachlassen. Stattdessen punktet er besser als in den vergangenen beiden Jahren und verbessert die Offense laut Cleaning the Glass auf 100 Ballbesitze gerechnet um 10,8 Punkte. Anders formuliert: Täte Curry keine Curry-Dinge, stünden die Warriors noch komplizierter da als bei 11-11 und Rang acht im Westen.

15. Boston Celtics (12-9 | 7-3)

Die Celtics zählen plötzlich zu den heißesten Teams im Osten. Zentral für Bostons Aufschwung - die Celtics gewannen sieben ihrer letzten zehn Spiele - ist Jaylen Brown. Denn der Finals-MVP von 2024 beweist, dass er auch erste Option kann. Mit bald 30 hat Brown unter anderem die lange Mitteldistanz für sich entdeckt und trifft dort in bester Tradition der Herren DeRozan und Durant 53 Prozent seiner Würfe. Insgesamt 29 Punkte legt Brown auf, deutlich mehr als jemals zuvor in seiner Karriere. Ohne Jayson Tatum trägt er Boston - und es läuft besser als erwartet.

14. Phoenix Suns (13-9 | 6-4)

Memphis. Houston. Nun Phoenix. Wo Dillon Brooks ist, ist oben. Eigentlich sollten die Suns nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre maximal Kontakt zum Play-in halten. Dass sie derzeit mitten im Playoff-Rennen stecken, liegt auch an Brooks. Der Kanadier versieht das Team mit einer gewissen Härte. Gleichzeitig spielt er seine mit Abstand beste Offensivsaison (22,3 Punkte).

13. Atlanta Hawks (13-9 | 6-4)

Jalen Johnson spielt eine herausragende Saison und ist der beste Spieler des Teams. Nach Trae Youngs Ausfall benötigte Atlanta jedoch einen weiteren Guard, und Nickeil Alexander-Walker schließt die Lücke besser, als es selbst Maximaloptimisten hätten erwarten können. Einer, der in seinen acht Jahren NBA zuvor im Schnitt überhaupt nur drei Mal zweistellig punktete, legt pro Spiel plötzlich gut 20 Zähler auf. Dabei geht der Neuzugang immer wieder zum Ring und trifft seinen Dreier mit fast 40-prozentiger Sicherheit. Auch deshalb starteten die Hawks trotz Youngs Verletzungen einen Run.

12. Cleveland Cavaliers (13-9 | 5-5)

Die Cavaliers stellten vergangene Saison auch deshalb die beste Offense der Liga, weil sie permanent die Zone attackierten. Das fehlt nun größtenteils - und bräche Donovan Mitchell die Saison ab, verlöre Cleveland das Stilmittel komplett. Nahezu als einziger Cav setzt der Guard Defenses via Drive unter Druck. So lange Darius Garland wegen seiner Zehenverletzung entweder fehlt oder gehandicapt spielt, ist Mitchell damit essenzieller als ohnehin schon. Mit 30,6 Punkten stellt er zudem einen persönlichen Scoring-Rekord auf - und das bei 50,8 Prozent aus dem Feld und 39,1 Prozent von draußen.

11. Orlando Magic (13-8 | 8-2)

Es läuft mittlerweile in Orlando. Das liegt an Franz Wagner und Desmond Bane, der mittlerweile angekommen zu sein scheint. Das liegt an Jalen Suggs und Anthony Blacks Entwicklung. Das liegt auch an Tristan da Silva. Mit einem sicheren Wurf (38,9 Prozent 3FG) öffnet der Europameister das Feld und gibt gleichzeitig einen exzellenten Glue Guy. Da Silva bewegt sich viel, öffnet so Passing Lanes und entscheidet nach dem Zuspiel schnell. Dabei braucht er den Ball nicht, nutzt Touches aber um schnell abzudrücken oder direkt in die Zone zu ziehen.

10. Toronto Raptors (15-7 | 8-2)

Viele fragten sich, wie das aussehen solle in Toronto. Talent hätten die Raptors, aber wie sollen all die Individualisten mit Hang zum Scoring um die Zone zusammenfinden? Stand jetzt: bestens. Denn Coach Darko Rajakovic verordnete den Raptors Bewegung. Spieler cutten, stellen Blöcke, dazu passt Toronto. Der Ball soll wandern, nicht "kleben". So haben die Raptors keine elitäre, aber eine solide Offense, die so gut ist, dass die fünftbeste Defense der Liga den Rest erledigen kann. Zwischenzeitlich gewann Toronto 13 von 14 Spielen, neun in Folge. Dank Rajakovic’ Idee funktioniert viel - auch zwischen Brandon Ingram und Scottie Barnes.

9. Miami Heat (14-7 | 7-3)

Noch so ein kleines Coaching-Wunder. In den vergangenen Jahren stand Miamis Offense selten für Explosivität. In diesem spielt kein Team schneller als die Heat (Pace 106,09). Miami entsagt Blöcken am Ball, stiftet durch viel Bewegung, Geschwindigkeit und Zug in die Zone dafür ordentlich Verwirrung und steht damit auf Rang drei im Osten. Auch, weil Norman Powell Spoelstras Offensividee maximal nutzt und plötzlich scort wie ein Superstar (25 Punkte, 50,9 FG, 45,8 3FG).

8. Minnesota Timberwolves (13-8 | 6-4)

Wo genau die Wolves ohne Rudy Gobert stünden, weiß natürlich niemand. Fest steht, dass sie wohl nicht einmal daran denken müssten, eine Top-10-Defense zu stellen, wie sie es gerade tun. Um 20,4 Punkte weniger lassen die Wolves mit ihrem Center zu. Ein absurder Wert für einen Spieler, der so regelmäßig auf dem Court steht. Gobert ist der Unterschied zwischen solide bis gut und schlecht. Problematisch: Offensiv nimmt er dem Team vieles.

7. San Antonio Spurs (14-6 | 6-4)

Victor Wembanyama fehlt nach einer Wadenzerrung, Stephon Castle nach einer Hüftprellung. Dylan Harper und De’Aaron verpassten ebenfalls bereits mehrere Spiele - und dennoch stehen die Spurs minimal näher an Rang zwei als an Rang sechs im Westen. Wann immer einer fehlt, hilft ein anderer aus. Wemby trug San Antonio während der ersten Wochen, dann übernahm Fox, der nach seiner langen Pause ohnehin solide in die Saison findet (24,1 Punkte, 6,6 Assists). Dazu kommen immer wieder Scoring-Beiträge von Harrison Barnes, Devin Vassell und Julian Champagnie - und Luke Kornet imitiert Wembanyama mit seiner Länge defensiv so gut es geht.

6. Detroit Pistons (17-4 | 8-2)

Cade Cunningham hat sich etabliert unter den Besten - vielleicht auch, weil er mittlerweile einen weiteren verlässlichen (Offensiv-)Partner an seiner Seite. Jalen Duren hat sein Spiel deutlich verbessert. Vorne attackiert der Center mittlerweile auch von der Freiwurflinie via Dribbling und schließt selbst ab (19,6 Punkte). Hinten hat er sein Timing verbessert, beschützt den Ring verlässlicher, lässt sich seltener aus der Zone herausziehen. Mit Duren lässt die zweitbeste Defense der Liga pro 100 Ballbesitz 5,5 Punkte weniger zu.

5. New York Knicks (13-7 | 6-4)

Verletzungen und die eine oder andere unnötige Niederlage bremsen die Knicks ein wenig ein. Dafür scheinen sie sich immer besser zurecht zu finden im System von Neu-Coach Mike Brown. Das beruht auf mehr Bewegung und Egalität - und auch wenn in New York weiter vieles mit Jalen Brunson beginnt und endet, steigern die Knicks ihr Offensive Rating im Vergleich zur letzten Saison bislang um fast vier Punkte auf 121. Ligaweit liegen sie damit auf Rang drei. Verfestigt sich alles, reicht es am Ende so vielleicht für die Finals.

4. Denver Nuggets (14-6 | 6-4)

Dass Aaron Gordon derzeit verletzt fehlt, schadet. Umso besser, dass er irgendwann zurückkehrt. Denn steht Gordon auf dem Feld, sind die Nuggets ein völlig anderes Team. Seine Wichtigkeit übersteigt natürlich niemals die des Nikola Jokic, doch Gordons defensive Vielseitigkeit - er kann sowohl kleinere Spieler vor sich halten als auch größere physisch bearbeiten - gepaart mit seiner Aktivität und Explosivität machten ihn schon immer zu einem wertvollen Gegenstück zu Jokic. Nun kreiert er auch immer häufig für sich selbst. Sogar der Dreier aus dem Dribbling fällt mittlerweile mit beinahe 40-prozentiger Sicherheit.

3. Houston Rockets (13-5 | 8-2)

Auch mit Kevin Durant verfolgt Houston seinen ganz eigenen Ansatz. Zwar gibt KD den Rockets neue Scoring-Möglichkeiten, gleichzeitig mangelt es trotz Reed Sheppards guter zweiter Saison an Schützen. Also attackiert Houston das Brett. Immer und immer wieder. 40,5 Prozent aller möglichen Offensiv-Rebounds sammeln die Rockets ein, kein anderes Team greift annähernd so regelmäßig zu. So entstehen neue Wurfgelegenheiten in Ringnähe und die zweitbeste Offense der Liga, obwohl bislang kein Team weniger Dreier trifft als die Rockets.

2. Los Angeles Lakers (15-5 | 8-2)

Wahrscheinlich können es die Lakers immer noch nicht fassen. Irgendwie fiel ihnen dieser Luka Doncic in den Schoß - und jetzt ist der Slowene auch noch motiviert, wie lange nicht. Folge: Maximaler Stress für jede Defense. Insgesamt sechs Spielern gelang bislang eine Saison mit einem Schnitt von mindestens 35 Punkten. Luka liegt derzeit bei 35,3; und die Lakers gewinnen. Dass LA wenigstens so tun kann, als verfolge es OKC, liegt zu großen Teilen an Doncic.

1. Oklahoma City Thunder (21-1 | 10-0)

Theoretisch ließe sich die Defense, die Tiefe, Alex Caruso, Cason Wallace, Chet Holmgren oder die Tatsache nennen, dass OKC die Liga dominierte, während sich sein zweitbester Spieler von einer Hand-OP aus dem Sommer erholte. Dass Shai Gilgeous-Alexander auf seine MVP-Saison noch mal eins drauf setzt, wirkt aber zu absurd, um es unerwähnt zu lassen. Seine Effective Field Goal Percentage von 60 Prozent spiegeln außer Curry eigentlich nur Guards, die wesentlich weniger Last schultern. Dazu hat sich SGA zum Scharfschützen entwickelt, trifft mittlerweile über 40 Prozent seiner fast fünf Dreier pro Spiel. All das ist die Basis für unglaublich Effiziente (54,5 Prozent FG, 41,1 Prozent 3FG, 88,7 Prozent FT), 32,5 Punkte. Der MVP ist noch mal ein gutes Stück besser und vielseitiger geworden. Viel Spaß, NBA…

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