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Rotationen mit Schröder und Wagner: Diese Kritik muss sich Mumbru gefallen lassen

kicker

Es ist durchaus noch ein ungewohntes Bild, wenn Franz Wagner und Dennis Schröder gleichzeitig auf der deutschen Bank Platz nehmen. In den vergangenen drei Jahren gab es dies nur, wenn das Spiel schon entschieden war oder Foulprobleme eine Rolle spielten.

Beim ersten Härtetest unter dem neuen Coach Alex Mumbru waren es im Supercup in zwei Spielen satte 16:12 Minuten, gegen die Türken verzichtete der Katalane sogar 4:30 Minuten am Stück auf die beiden NBA-Stars, sodass in der Halbzeit ausgerechnet dessen Vorgänger Gordon Herbert zu diesem Umstand bei Magenta Sport befragt wurde.

Der Kanadier betonte, dass er nur zum Schauen und nicht zum Urteilen gekommen sei und gab sich diplomatisch: "Wir wollten immer einen der beiden auf dem Feld haben. Meist haben wir Franz zuerst rausgenommen, damit er die Second Unit anführt, wenn Dennis seine Pause bekommen hat."

So schlecht lief es ohne Schröder und Wagner

Verständlich, schließlich sind sie die beiden besten deutschen Spieler, die kreieren und Vorteile auf dem Feld schaffen können. In seiner Hochzeit konnte das auch Maodo Lo, man denke an die EM 2022, doch der Berliner kämpfte in den vergangenen Jahren immer wieder mit kleineren Verletzungen und absolvierte gegen Serbien überhaupt erst sein erstes Länderspiel dieser Vorbereitung.

So lief auch viel über Justus Hollatz, der zwar ein guter Ballverteiler und Verteidiger ist, aber eben nicht die Dynamik für das höchste Level besitzt. Es blieb in den Minuten ohne die beiden Stars vieles Stückwerk. Gegen die Türkei erzielten die Deutschen in über neun Minuten nur sechs Zähler (2/16 FG, 5 TO), gegen Serbien waren es in gut sieben Minuten ebenso viele Zähler (2/9 FG, 5 TO).

Bei allen offenen Kaderfragen ist dies womöglich noch entscheidender. Testete Mumbru hier nur aus, wer Verantwortung übernehmen kann und will, oder waren es wirklich Anzeichen dafür, wie seine Rotation bei der EM aussehen könnte?

Keine Minuten ohne Wagner oder Schröder

Der Spanier selbst wich der Thematik aus. "Sie müssen ihre Pausen bekommen und wir haben ja auch noch zehn andere Spieler, die Verantwortung übernehmen können", hielt sich Mumbru bedeckt, während Schröder anmerkte: "Neuer Trainer, neues Konzept, neues System: Wir müssen zusammenkommen."

Die Schröder-Wagner-Thematik wird bleiben - zumindest solange, bis Mumbru seine Rotationen anpasst oder die zweite Fünf mal geschlossen überzeugen kann. Magenta-Experte Per Günther fand während der Übertragung dazu sehr deutliche Worte. "Ich will keine einzige Sekunde in diesem Sommer sehen, in der weder Dennis noch Franz auf dem Feld steht. Ich will, dass Franz die Schlüssel überreicht bekommt, wenn Dennis vom Feld geht."

Es ist das Offensichtliche und der Bereich, in dem der Weltmeister sich trotz Verletzungssorgen am einfachsten stabilisieren kann. In jenen 16 Minuten im Supercup erzielte Deutschland nur 13 Zähler - und kassierte 31. Die Stichprobe ist klein, doch jeder in der Halle wird gesehen haben, dass dies nicht zum Erfolg führen wird.

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