Collier, die am Freitag mit den Minnesota Lynx in den WNBA-Playoffs an den Phoenix Mercury scheiterte, nutzte ihr Exit-Interview, um deutliche Kritik an der Führung der Liga zu äußern. "Wir haben die besten Fans der Welt, die besten Spielerinnen der Welt, aber die schlechteste Führung der Welt", erklärte die Olympiasiegerin. Besonders ihre jüngste Unterhaltung mit Commissioner Cathy Engelbert habe sie fassungslos zurückgelassen.
Collier schilderte: "Ich fragte, wie sie das Problem lösen wolle, dass Spielerinnen wie Caitlin [Clark], Angel [Reese] und Paige [Bueckers], die offensichtlich massive Einnahmen für die Liga generieren, in ihren ersten vier Jahren so wenig verdienen. Ihre Antwort war: 'Caitlin sollte dankbar sein, dass sie 16 Millionen Dollar abseits des Courts verdient, weil sie ohne die Plattform der WNBA gar nichts hätte.' In demselben Gespräch sagte sie mir: 'Die Spielerinnen sollten auf ihren Knien für den Medienrechte-Deal danken, den ich ihnen gebracht habe.'"
Die Aussagen stoßen besonders deshalb auf Kritik, weil Caitlin Clark als Zuschauermagnet gilt und in dieser Saison mehrfach dafür sorgte, dass Fever-Spiele in größere NBA-Arenen verlegt und anschließend ausverkauft wurden. Collier warnte, dass die Liga ohne Clark und ähnliche Stars wohl kaum dieselben Zuschauerzahlen und TV-Quoten erreichen würde. Die Debatte um die Wertschätzung der Spielerinnen gegenüber der WNBA-Spitze dürfte damit weiter Fahrt aufnehmen.
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