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"Sie sind die Favoriten": Doncics härteste Prüfung bisher

kicker

Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.

Insgesamt 32,4 Punkte steuerte Luka Doncic in den fünf Spielen der Vorrunde pro Abend hinzu - über fünf Punkte mehr als jeder andere Spieler bei der laufenden Europameisterschaft. Rechnet man auch seine Vorlagen dazu, dann war der NBA-Star an unglaublichen 54,4 Prozent aller slowenischen Punkte beteiligt. Der Starspieler der Los Angeles Lakers war freilich ein Hauptverantworlicher dafür, dass Slowenien nach einem Kaltstart doch noch in die Europameisterschaft fand.

"Wir hatten mit 0-2 einen schlechten Start ins Turnier", sagte Nationaltrainer Aleksander Sekulic gegenüber basketball-world.news. "Aber ich finde nicht, dass wir schlechten Basketball gespielt haben." Ebenso negierte der 47-Jährige, dass noch immer Unruhe rund um Sloweniens Basketballprogramm herrsche, nachdem die Dragic-Brüder den Verband öffentlich kritisiert hatten. "Ich glaube, da sind wir nicht derselben Meinung. (...) Ich kann nicht über Personen reden, wenn ich nicht weiß, um wen es geht."

Etwas Ruhe kehrte schließlich ein, als Slowenien die Gruppe mit drei Siegen am Stück beendete und den Einzug ins Achtelfinale auf dem dritten Platz schaffte.  Hier trifft man auf "wirklich gute" Italiener, so Sekulic. "Sie spielen tollen Teambasketball. Es ist eine Freude, ihnen zuzuschauen."

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Sekulic schwärmt von Doncic: "Macht die richtigen Plays"

Offensiv könnte man sagen, dass Italien das blanke Gegenteil Sloweniens darstellt. Neun der zwölf Akteure erzielen im Schnitt über fünf Punkte und "nur zwei Spieler liegen über zehn Punkten", merkt der Basketballlehrer an.

Ganz anders bei seinen Slowenen, die mehr oder weniger auf "Luka Magic" angewiesen sind. "Er zeigt nicht nur, dass er Punkte erzielen kann, sondern auch, dass er einfach die richtigen Plays macht."

Trotz des wohl besten individuellen Basketballers des Turniers in ihren Reihen, sieht sich Sekulic im Achtelfinale allerdings nicht als Favorit. "Wenn man auf die Tabellenstände schaut, dann sind sie die Favoriten", sagte er schmunzelnd mit Blick darauf, dass Italien die Gruppe D auf Platz zwei beendet hatte.

Ob dem tatsächlich so ist, wird sich am späten Sonntagnachmittag herausstellen. Das Duell, das zudem den deutschen Viertelfinalgegner hervorbringen wird, beginnt um 17.30 Uhr (live bei MagentaSport).

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