Fehlercode: %{errorCode}

So wichtig wie Wagner und Schröder: Bonga macht sich unverzichtbar

kicker

Die Schlagzeilen werden aufgrund des Gamewinners zwar (mal wieder) Dennis Schröder gehören, doch der Mann des Abends in Madrid war eindeutig Isaac Bonga. Zehn Punkte und elf Rebounds wurden für den Serbien-Legionär verbucht, am Ende waren es vor allem die Big Plays, die herausstachen.

Zwei Minuten vor dem Ende des vierten Viertels griff sich Bonga gleich zweimal einen Offensiv-Rebound ab, daraus resultierte ein Schröder-Dreier. In der Verlängerung traf der Forward dann selbst aus der Ecke und leitete kurz darauf einen Fastbreak-Dunk von Franz Wagner nach einem Defensiv-Rebound ein.

Und was im Boxscore gar nicht auftaucht: Bonga war Deutschlands bester sowie flexibelster Verteidiger. Mal behauptete er sich im Post gegen 2,13-Meter-Mann Santi Aldama, mal jagte er Dario Brizuela um Blöcke. An Bonga lag es nicht, dass Deutschland 105 Punkte in 45 Minuten kassierte.

Bonga: Nach oben gearbeitet

Der 25-Jährige hat sich über die Jahre zu einem unverzichtbaren Rollenspieler gemausert. Bei der WM 2023 ersetzte er den zeitweise verletzten Wagner, bei Olympia zog Herbert ihn oft Andi Obst vor, wenn es eng wurde. Auch Mumbru vertraut dem Ex-NBA-Spieler, allerdings in etwas anderer Rolle.

Deutschland spielt kleiner, Double-Big-Lineups gibt es seltener, auch wenn Mumbru in Madrid erstmals den Erfolgs-Frontcourt um Daniel Theis und Johannes Voigtmann starten ließ. Viel Zeit verbrachten die beiden aber nicht zusammen auf dem Feld, stattdessen sah Bonga nach Schröder und Wagner die meisten Minuten (27:40) und spielte viel als kleiner Vierer.

Magenta-Sport-Experte Per Günther hatte dies auch im Interview mit basketball-world.news gefordert. "Ich bin vor allem für Aufstellungen, die maximale Qualität aufs Feld bringen. Hier will ich Isaac Bonga nennen, der aus meiner Sicht gerne ein paar Minuten auf der Vier spielen darf." In Spanien war dies erneut zu sehen, womöglich ist Bonga sogar der drittbeste deutsche Spieler im Kader und ähnlich unverzichtbar wie die beiden Anführer Schröder und Wagner.

Bonga: Von allem ein bisschen

Das war auch gegen Serbien sichtbar, als Bonga erst Foulprobleme hatte und dann zeitweise verletzt runter musste. Magenta-Kommentator Sebastian Ulrich hatte also recht, wenn er Bonga als "Schweizer Taschenmesser" bezeichnete. Mit durchschnittlich 9,4 Punkte, 5,0 Rebounds, 1,4 Assists und 1,0 Blocks liefert der Partizan-Spieler beständig, nur der Dreier (5/15) könnte noch etwas besser fallen.

Hier ist Bonga aber nicht allein, als Team trifft Deutschland in den Testspielen gerade einmal 30,9 Prozent. Es bleibt also weiter Luft nach oben, doch wenn etwas in dieser Vorbereitung heraussticht, dann die Konstanz von Bonga.

"War ein geiles Spiel": Schröder mit Lob für Spanien und Selbstkritik

"Er will kein Herbert-Klon sein": Günther über Mumbru und die deutschen EM-Chancen

Spaniens Helden von 2022 - und was von ihnen noch übrig ist