Die spanischen Basketballer haben den Start in die EuroBasket 2025 verpatzt. Im Auftaktspiel gegen Georgien unterlagen die Iberer überraschend mit 14 Punkten Unterschied. Bis auf einen kurzen Moment im zweiten Viertel lag der EM-Titelverteidiger zudem über die gesamte Spielzeit zurück.
"Ich glaube, es ist meine Schuld, dass ich nicht in der Lage war, meine Spieler davon zu überzeugen, dass dieses Team deutlich größer und physischer als unseres ist", sagte Nationaltrainer Scariolo im Anschluss. Mit Sandro Mamukelashvili (Toronto Raptors) und Goga Bitadze (Orlando Magic) verfügt Georgien über zwei Big Man von NBA-Format.
46 zu 29: Georgien dominiert die Bretter
Mit 19 respektive 15 Punkten führte das Duo ihre Mannschaft auch offensiv an. Den großen Unterschied markierte an diesem Nachmittag allerdings die Dominanz innerhalb der Zone. Den 29 Rebounds der Spanier stehen 46 Georgiens gegenüber. Mit 20:16 gewann La Furia Roja das Duell an den eigenen Brettern sogar nur knapp.
"Das ist eines der physischsten Teams des Turniers - beim Rebound war das heute ersichtlich", so Scariolo weiter, der auch Zustimmung von seinem Kapitän Willy Hernangomez bekam: "Wir haben heute alle möglichen Fehler gemacht (...) Wir sind nicht mit der nötigen Härte angetreten, die es für ein solches Spiel braucht".
Grund dafür sei laut Scariolo die fehlende Erfahrung: "Ich verstehe, dass es für die halbe Mannschaft das erste Spiel auf diesem Niveau war, aber wir sind besser als das."
Scariolo: "Diese Lektion sollten wir gelernt haben"
Scariolos Kritik trifft den wunden Punkt der neuen spanischen Mannschaft. Die erfolgsverwöhnte Generation um die Gasol-Brüder, Fernandez, Llull und Co. hat ausgedient. Willy und Juancho Hernangomez sind inzwischen die Leistungsträger, mit Santi Aldama steht zudem nur ein NBA-Spieler im Aufgebot.
"Vorbereitung ist das eine, Wettbewerb das andere. Das Problem ist, wenn man es noch nie zuvor erlebt hat, dass man es erst jetzt bemerkt. Diese Lektion sollten wir heute gelernt haben." Die spanische Presse ging dagegen sehr hart mit der Mannschaft ins Gericht: "Spanien ohne Seele - ein blutleeres Gesicht", titelte die AS, während die Marca einen "Schiffbruch" sah.
Die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich den Spaniern bereits am Samstagabend (20.30 Uhr/MagentaSport), wenn man mit Bosnien und Herzegowina (unter anderem Jusuf Nurkic) auf eine weitere Mannschaft trifft, die ihre Stärken im Frontcourt sieht.
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