Bundestrainer Alex Mumbru hatte in Mannheim lediglich zehn Spieler zur Verfügung. Neben den geschonten Maodo Lo und Daniel Theis setzten auch David Krämer und Oscar da Silva mit kleineren Problemen aus. Anderson, der im ersten Testspiel mit spektakulären Aktionen glänzte, fehlte ebenfalls verletzungsbedingt. Eine Aussortierung aus dem Kader ist damit vorerst nicht verbunden. Die nächste personelle Entscheidung soll erst nach dem Supercup in München fallen.
Fest steht aber: Der Konkurrenzkampf um die verbliebenen Plätze im EM-Kader läuft auf Hochtouren. Zwölf Spieler darf Bundestrainer Mumbru mit zur Europameisterschaft nehmen. Bereits vor dem Slowenien-Spiel traf Mumbru seine erste Entscheidung: Der ehemalige Alba-Berlin-Spieler Tim Schneider hat es nicht in den finalen Kader geschafft. Damit stehen noch drei weitere Streichungen bevor.
Zwei Tage nach dem klaren 103:89 im ersten Test tat sich der Weltmeister diesmal deutlich schwerer. Ohne Luka Doncic auf slowenischer Seite und mit nur zehn einsatzfähigen Spielern auf deutscher Bank brauchte das DBB-Team ein Viertel, um ins Spiel zu finden. Angeführt von Rückkehrer Dennis Schröder (18 Punkte) und Franz Wagner (17) sicherte sich die Mannschaft dennoch den zweiten Sieg der Vorbereitung.
Nächster Härtetest: Supercup in München
Bevor Bundestrainer Mumbru den Kader weiter verkleinert, wartet am 15. und 16. August der Supercup im Münchner SAP Garden mit hochkarätiger Besetzung. Gastgeber Deutschland trifft im Halbfinale auf die Türkei, zudem sind Serbien und Tschechien dabei. Für alle Teams ist das Turnier elf Tage vor der EuroBasket nicht nur ein Formcheck, sondern auch eine Standortbestimmung im Kampf um den EM-Titel.
Das System Mumbru "braucht noch etwas Zeit"
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