Von Beginn an lief bei Oldenburg kaum etwas zusammen. In der Defensive fehlte jede Abstimmung, während Jena mit viel Energie und Spielwitz auftrat. Besonders der Ausfall von Kyle Lofton machte sich bemerkbar. Ohne ihren besten Verteidiger hatten die Baskets den gegnerischen Guards kaum etwas entgegenzusetzen. Jenas Eric Washington dominierte mit 29 Punkten, Great Osobor legte 28 Zähler und acht Rebounds auf. Zur Halbzeit stand es 31:58, begleitet von Pfiffen und Unmutsbekundungen der Heimfans, die sogar Dreier der Gäste beklatschten.
Comeback-Versuch bleibt folgenlos
Nach dem Seitenwechsel schien Oldenburg endlich aufzuwachen. Acht getroffene Dreier im dritten Viertel sorgten für neue Hoffnung, und nach Freiwürfen von Michale Kyser war der Rückstand 90 Sekunden vor Schluss auf drei Punkte geschrumpft.
Doch statt des späten Turnarounds folgten Fehlpässe und Unkonzentriertheiten. Ausgerechnet von Chris Clemons (15 Punkte, 12 Assists), der in der Schlussphase mehrmals den Ball verlor. Joe Wieskamp traf sieben Sekunden vor Ende zum Endstand.
Krunic unter Druck
Oldenburg bleibt damit weiter sieglos. Die Kritik an Coach Predrag Krunic wächst, auch weil das Offensivspiel zu oft im Eins-gegen-eins endet und defensiv keine Stabilität zu erkennen ist. "Wir haben eine sehr schlechte erste Halbzeit gespielt, ohne Energie, ohne Teamspiel", sagte Krunic nach dem Spiel. Zwar zeigte sein Team Moral, doch am Ende reichte es wieder nicht. Kommende Woche im Pokal gegen das noch ungeschlagene Würzburg steht der Ex-Meistertrainer nun besonders unter Beobachtung.