Nach zwei verpassten Spielen wegen einer Knochenprellung im linken Knie meldete sich Victor Wembanyama stark zurück. Beim 105:106 gegen die Memphis Grizzlies erzielte der Spurs-Star 30 Punkte von der Bank. Dennoch stand Wemby in den letzten 3:46 Minuten nicht mehr auf dem Feld, obwohl sich die Führung in dieser Phase mehrfach wechselte.
Der Grund dafür lag nicht im Spielverlauf, sondern im geplanten Umgang mit seiner Rückkehr. San Antonio ließ Wembanyama, wie bereits nach seiner früheren Verletzungspause, zunächst von der Bank kommen und begrenzte seine Einsatzzeit auf 21 Minuten. Der 22-Jährige verfolgte die Crunchtime von der Seitenlinie.
Der Franzose selbst zeigte Verständnis für die Entscheidung des Trainerstabs, auch wenn ihm das Zuschauen schwerfiel. "Es war sehr hart", erklärte er nach der Partie. "Ich muss dem Prozess und meinem Staff vertrauen. Basketball ist ein Teamsport."
Der Center betonte zugleich, dass es den Spurs häufig an Konsequenz in entscheidenden Momenten fehle: "Wir führen Spiele gut aus, aber wir schließen Plays und Ballbesitze nicht ab. So halten wir Gegner im Spiel."
65-Spiele-Regel im Blick: Gesundheit geht vor
Hinter der vorsichtigen Belastungssteuerung steht auch der langfristige Plan der Spurs. Headcoach Mitch Johnson machte deutlich, dass Wembanyamas Gesundheit Priorität hat, auch im Hinblick auf die 65-Spiele-Regel für individuelle Auszeichnungen. Wembanyama selbst gab offen zu, diese Schwelle im Blick zu haben, betonte aber auch, dass medizinische Entscheidungen nicht davon abhängig gemacht werden sollen.
Ob der Franzose bereits im nächsten Spiel gegen die Los Angeles Lakers wieder mehr Minuten erhält, ist offen. Laut Bericht wird er zunächst als fraglich gelistet.
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